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Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:51 Uhr

Holm : Mangel an Wohnraum für die Jugend

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Holmer SPD-Nachwuchs fordert den Bau von neuen Mietwohnungen.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Holm | Die Gemeinde Holm weist stetig Baugrund für neue Eigenheime von jungen Familien aus und auf dem Dorfplatz entsteht derzeit ein barrierearmes Haus mit Seniorenwohnungen. Was aber ist mit der Versorgung von flügge gewordenen Twens, die es nicht in die Großstadt zieht, sondern die gern im Dorf bleiben möchten? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Holmer Jungsozialisten (Jusos), allen voran Vorsitzender Max Krause. Er fordert: „Die Gemeinde muss endlich Mietwohnraum in ausreichender Zahl für junge Leute schaffen!“

Der demographische Wandel mache mehr barrierelosen Wohnraum für Senioren dringend erforderlich – das sehen auch die Jusos so. Es sei eine der wichtigen gesellschaftlichen Veränderungen im 21. Jahrhundert. Es scheine jedoch, dass die Gemeinde eine andere Seite vernachlässige. Der Anteil der jungen Generation werde immer geringer. Ein Blick auf die Holmer Bevölkerungsstruktur mache ein Problem deutlich, das viele Vereine und Verbände bereits spürten. Krause: „Viele verlassen nach oder noch während der Ausbildungszeit Holm und kehren auch nicht zurück, obwohl sie eine Familie gründen.“

Die Frage sei, so Krause, wie viele Junge Holm aus freien Stücken verlassen oder zur Familiengründung zurückkehren. So seien Fälle bekannt, bei denen junge Menschen Holm verlassen mussten, weil sie keine Mietwohnungen fanden.

Während also für Senioren viel Mietwohnraum zur Verfügung stehe, für Familien Baugebiete ausgewiesen würden, gebe es für junge, oftmals alleinstehende und aufgrund einer Ausbildung oder eines Studiums nicht sehr einkommensstarke Menschen zu wenig Wohnraum. Krause: „Zudem fehlen auch für Alleinerziehende und Geringverdiener Mietwohnungen.“

Es sei mehr als nur ein falsches Signal an die junge Generation, wenn die Wohnsituation von Senioren, so wichtig sie auch sei, als einzige ganz oben auf der Agenda steht, beklagt Krause die Politik der CDU-Mehrheitsfraktion. Er hofft, dass die Gemeinde den Wohnungsbau für die Altersgruppe von Auszubildenden und Studenten vorantreibt. Krause: „Man darf die Jugend nicht vergessen!“

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