Wedel : Maibaum startet ohne seine Spitze

Die Trachtengruppen Wedel und Blankenese beim traditionellen Bändertanz.
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Die Trachtengruppen Wedel und Blankenese beim traditionellen Bändertanz.

Mehr als 400 Besucher rund um den Roland.

shz.de von
02. Mai 2015, 16:34 Uhr

Wedel | Die mehr als 400 Besucher beim Maibaumaufstellen vor dem Roland sparten gestern nicht mit klugen Ratschlägen. „Mehr nach rechts.“ „Mehr nach links.“ „Der steht schief.“ „Ich habe das passende Werkzeug zuhause.“ So lauteten die zahlreichen Zwischenrufe der Beobachter, als der neue Maibaum erstmals auf den Sockel gesetzt wurde. Doch davon ließ sich das Aufbauteam der Altstadtkaufleute nicht irritieren. Nachdem der Sockel ein wenig nachjustiert worden war, stand der Maibaum endlich. „Einen Testlauf gab es nicht. Ich glaube, das hat auch jeder gesehen“, sagte Daniel Frigoni, Chef der Altstadtkaufleute, mit einem breiten Grinsen.

Der Verein, der zum 17. Mal den Tanz in den Mai organisierte, hatte 4000 Euro investiert – aus Geldern der Mitglieder sowie Sponsoren aus der Rolandstadt, um den neuen Maibaum zu finanzieren. Den alten Maibaum hatte eine Autofahrerin so stark beschädigt, dass er nach 17 Jahren ersetzt werden musste. Dabei packten die Altstadtkaufleute einige Meter drauf. „Ich denke, wir kommen da jetzt auf 16 Meter“, sagte Frigoni – zumindest per Augenmaß ermittelt.

Von der Feuerwehrwache hatten die Altstadtkaufleute zusammen mit Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) den Baum über die Gorch-Fock-Straße, die Bahnhofstraße und die Schulauer Straße zum Roland getragen. Musikalisch begleitet vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Haselau. Die Kameraden der Wedeler Wehr halfen beim Aufstellen, auch wenn Frigoni scherzte: „Ich habe gehört, dass es in Bayern ohne Hilfe der Feuerwehr geht.“ Zweimal knallte der in der Höhe gewachsene Baum gegen die ausgefahrene Drehleiter. Das Ergebnis: Die Spitze des Baumes mit Goldkugel aus Kunststoff brach. Aus Sicherheitsgründen wurde sie in luftiger Höhe von der Feuerwehr entfernt. Die Spitze soll nun nach der Reparatur von der Wehr angebracht werden.

„Wir hatten ein wenig Angst, weil zwei Chöre ausgefallen sind, aber der Zuspruch ist fantastisch“, freute sich Frigoni. Auch die kurzen Schauer während des Bändertanzes der Trachtengruppen Wedel und Blankenese verschreckte die Besucher nicht. Diese gaben sogar freiwillig ihre Regenschirme an die Musiker des Akkordeonorchesters „Viva la Musica“ weiter, um die Instrumente, Noten und Musiker zu schützen.

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