Wedel : Mafia-Killer sprengen Familienfest

Und jetzt? Nico (Leon Gerhartz, links) und Marco (Leif Schmidt) sind ratlos, wie sie die tote Valentina (Ezgi Alkan) unauffällig verschwinden lassen sollen.
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Und jetzt? Nico (Leon Gerhartz, links) und Marco (Leif Schmidt) sind ratlos, wie sie die tote Valentina (Ezgi Alkan) unauffällig verschwinden lassen sollen.

Theater-AG des Johann-Rist-Gymnasiums spielt „Lottes lästige Leiche“. Premiere der Krimikomödie am Dienstag, 2. Juni.

shz.de von
29. Mai 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Wo kommt nur die Frauenleiche her? Und viel wichtiger: Wird man sie wieder los? Fragen, mit denen sich Nico (Leon Gerhartz) und Marco (Leif Schmidt) auseinandersetzen müssen. Und zwar zügig. Die beiden Mafia-Killer sind nämlich zu Gast bei Lotte, angeheiratete Verwandte ihres Boss’. Lotte ist eine wohlsituierte ältere Dame und hat Freunde und Familie für ein nettes Beisammensein auf ihrem Landsitz versammelt. Die tote Valentina (Ezgi Alkan) ist in dieser Freizeiplanung wahrlich nicht vorgesehen.

Wenn Familie und „Familie“ kollidieren, geht es rund. Das wussten schon die Macher des HBO-Dramas „The Sopranos“. Auf die explosive Mischung setzt auch die Mittelstufen-Theater-AG des Johann-Rist-Gymnasiums. Seit den Herbstferien probt das Ensemble die Krimikomödie „Lottes lästige Leiche“ von Christina Steinwasser. Ausgesucht haben sich die Schüler das Stück selbst. „Es sollte dieses Mal etwas zum Lachen sein“, erläutert Lehrer und Regisseur Stephan Kleiber, der die AG gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Heimann betreut.

Die Schüler ließen sich verschiedene Stücke zuschicken und lasen sich ein. „Uns hat ‚Lottes lästige Leiche‘ dann am Besten gefallen. Es prallen verschiedene Charaktere aufeinander, es gibt unterschiedliche Akzente – das Stück ist einfach lustig“, sagt Amelie Otto, die in die Rolle der Lotte schlüpft.

Die 19 Schüler proben immer dienstags. Eine besondere Herausforderung war die Differenz zwischen dem realen Alter der Darsteller und dem Alter mancher Figuren. „Junge Mädchen spielen alte Damen. Wir haben uns viel Gedanken darüber gemacht, wie sich alte Damen bewegen, oder wie wir uns ihre Bewegungen vorstellen“, erzählt Kleiber. In einer Komödie ginge es schließlich auch um Überzeichnung und das Spiel mit Klischees.

Der Eintritt zu den Vorstellungen ist frei. Damit soll auch den Mitschülern der Darsteller ein mehrfacher Besuch ermöglicht werden. Stattdessen setzt die Theater-AG auf Spenden.

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