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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 02:41 Uhr

Lust auf akribische Chorproben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vor zehn Jahren gründete sich der Förderverein des Kammerchors / Vorsitzende Monika Thöm spricht über Aufgaben – und Highlights

Der „Förderverein Kammerchor und Kammerorchester Wedel“ feiert am Sonntag, 25. Mai, mit Haydns Meisterwerk sein zehnjähriges Bestehen. Schöner Anlass für ein Interview mit der Vorsitzenden Monika Thöm:

Frau Thöm, wie kam es zur Gründung des Fördervereins?
Monika Thöm: Ohne Heinz Kegel, der 2003 starb, fehlte ein Organisator und Veranstalter der Konzerte. Daher beschlossen 47 Chor- und Orchestermitglieder am 13. April 2004 die Gründung des Fördervereins Kammerchor und Kammerorchester Wedel, um die Organisation und finanzielle Absicherung der Konzerte zu übernehmen.
Stefan Czermak setzte sich damals dafür ein, dass die musikalische Arbeit weitergeht und übernahm nach Heinz Kegels Tod die Leitung des Kammerorchesters. Seit 1990 war er bereits Konzertmeister des Kammerorchesters. Valeri Krivoborodov, ausgebildeter Dirigent und damals Gastcellist im Kammerorchester, war bereit, den Chor zu leiten. Seitdem sind beide unsere musikalischen Leiter.

Wer bestimmt das Programm von Chor und Orchester?
Die Entscheidungen werden von den beiden musikalischen Leitern in Absprache mit Vorstand sowie Chor und Orchester getroffen. Stefan Czermak und Valeri Krivoborodov führen die Arbeit von Heinz Kegel kontinuierlich auf hohem Niveau weiter.

Mit welchen Solisten sind Sie bisher aufgetreten?
Mit einigen Solisten gibt es eine langjährige Zusammenarbeit noch aus Kegels Zeit. Aber es kommen auch immer wieder neue junge Solisten hinzu, einige haben sogar einen internationalen Ruf. Dazu zählen zum Beispiel Franz Grundheber und Mitglieder des Ensembles der Staatsoper Hamburg wie Renate Spingler, Katja Pieweck und Katerina Tretyakova.

Welches waren die Highlights?
Besondere Erlebnisse waren Guiseppe Verdis „Messa da Requiem“, noch unter Heinz Kegels Leitung, natürlich Carl Orffs „Carmina Burana“ und im Juni 2013 „Klassik achtern Diek“ im Schuppen 1 an der Elbe.

Wie ist die Altersstruktur des Chors? Sind Stimmen zu besetzen?
Wie in vielen Laienchören ist das Durchschnittsalter recht hoch. Allerdings sind in letzter Zeit jüngere Mitglieder hinzugekommen, die über unsere neue Internetseite
auf uns aufmerksam geworden sind. Ein generelles Problem ist immer die Besetzung der Männerstimmen. Hier fehlen besonders Tenöre. Aber auch im Sopran und Alt könnten wir Unterstützung durch jüngere Stimmen gebrauchen.

Wie sieht die Probenarbeit aus? Welche Vorkenntnisse sind nötig?
Wir proben einmal wöchentlich recht intensiv und treffen uns nach Bedarf auch an Wochenenden zum Proben. Durch gezielte Stimmbildung und gutes Einsingen pflegen wir die sängerische Qualität des Chors. Notenkenntnisse sind wichtig sowie die Begeisterung für klassische Musik und die Bereitschaft zu akribischer Probenarbeit. Chorerfahrung ist immer von Vorteil.
Wann und wo proben Sie?
Wir proben montags von 20 bis 22 Uhr im Mensatrakt der Gebrüder-Humboldt-Schule im Rosengarten 18, die Orchesterproben sind donnerstags von 20 bis 22 Uhr. Wir sind der Gebrüder-Humboldt-Schule sehr dankbar, dass wir deren Bibliothek, Musikräume und Mensa nutzen können. Ebenso danken wir der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule, dass wir bei der Nutzung des Saals für Konzerte immer auf freundliche Unterstützung zählen dürfen.

Seit 2003 finden unsere Konzerte hauptsächlich in der Kirche St. Marien statt. Hier haben wir nicht nur einen Raum für unsere Aufführungen gefunden, sondern eine Heimat. Sowohl für die Konzerte und die Generalproben als auch für den gemütlichen Ausklang im Gemeindehaus stehen uns die Türen offen. Für diese großzügige Gastfreundschaft und hilfreiche Unterstützung bei der Organisation und Durchführung unserer Konzerte bedanken wir uns bei der Gemeinde St. Marien von ganzem Herzen.

Wie sieht die weitere Programmplanung aus?
Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ ist seit 1959 fester Bestandteil in unserem Repertoire. Für März 2015 planen wir die Aufführung von Georg Friedrich Händels „Messias“ und für November 2015 die Wiederaufnahme von Carl Orffs „Carmina Burana“. Im Zusammenhang mit unserem Jubiläum werden Kammerchor und Kammerorchester Wedel am 25. Mai in St. Marien Joseph Haydns „Die Schöpfung“ aufführen. Wir freuen uns sehr, dass vor dem Konzert die Wedeler Musikwissenschaftlerin Anke Schmitt zusammen mit ihrem Kollegen James Lask auf unterhaltsame Weise in das Werk einführen werden.








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