Leuchtturmprojekt bringt keine Steuern

Sportweltareal: Schenefelds Bürgermeisterin äußert sich zwiespältig zum VHH-Deal

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16. August 2018, 12:07 Uhr

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) hatten wie berichtet am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie das Areal der abgebrannten Sportwelt im Industriegebiet in der Nähe des Osterbrookswegs von der RCS Sportwelt Schenefeld Sport – und Freizeitanlagen GmbH & Co. KG kaufen. Die Fläche der VHH erweitert sich damit von 28 000 Quadratmeter auf 48 000 Quadratmeter. Im Schenefelder Rathaus ist deshalb gestern kein Jubel ausgebrochen.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, ihre Meinung zu dem Thema sei „zwiespältig“. „Einerseits ist es schade, dass die Sportwelt nicht wieder aufgebaut wird. Ich hätte mir dort auch gut etwas Vergleichbares wie ein Sporthotel vorstellen können.“ Schenefeld hat Platzprobleme. Es gibt nicht mehr viele Flächen, die für Gewerbetreibende entwickelt werden könnten.

Zwar handele es sich laut Küchenhof beim geplanten Ausbau der VHH um ein „Leuchtturmprojekt der Metropolregion“, das nun in Schenefeld verwirklicht werde. Dass dadurch Arbeitsplätze gesichert werden und weitere dazukommen sollen, sei positiv, urteilte Küchenhof. „Andererseits fällt Gewerbefläche weg.“ Das Areal hätte Chancen für die Stadt geboten. „Für die Finanzierung der Stadt ist der Verkauf negativ. Da geht einiges an Gewerbesteuer flöten“, merkte Küchenhof an

Die Politik müsse sich nun die Pläne angucken und entscheiden, was dort zulässig ist. „Ob das alles B-Plan-konform ist, müssen wir uns in Ruhe angucken“, führte die Rathaus-Chefin aus. „Die Entwürfe liegen uns noch nicht vor.“

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