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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 21:20 Uhr

Hetlingen : Letzte Chance für Investoren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Geplant ist nicht gebaut: Die Gemeinde möchte gern ein Mehrgenerationenhaus. Die Investoren sind allerdings abgesprungen.

Der Countdown läuft: Nur noch wenige Wochen wollen die Hetlinger Gemeindevertreter darauf warten, ob auf dem letzten noch unverkauften 1254 Quadratmeter großen Gelände im Neubaugebiet „Achter de Kark“ ein Mehrgenerationen-Haus gebaut werden kann oder nicht. Am Mittwochabend präsentierte die Uetersener Architektin Ute Bargmann ihren von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Vorentwurf. Interessenten können sich bei Bauausschuss-Chef Michael Rahn (FW Hetlingen) melden und die Planungsunterlagen erbitten.

Als das Neubaugebiet ausgelobt wurde, war die Idee entstanden, dort auch ein Mehrgenerationenhaus zu erstellen. Senioren sollte so Gelegenheit gegeben werden, den Lebensabend in ihrer Heimat zu verbringen. Während die anderen Grundstücke schnell verkauft waren, wurde trotz intensiver Suche seitens der Gemeinde kein Investor für das Projekt gefunden. Mitte April schien das Problem gelöst: Während einer Bauausschussitzung stellten sich drei CDU-Politiker als mögliche Bauherren-Gruppe vor.

Doch nach der Kommunalwahl machten die Christdemokraten bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats einen Rückzieher. Von den drei Interessenten war während der Präsentation im „Hetlinger Treff“ nur Holger Martinsteg anwesend, Matthias Strauch und Hartmut Pieper fehlten.

Die Gemeinde hat in die Vorplanung etwa 5000 Euro investiert. In dem Haus mit Staffelgeschoss könnten acht Wohnungen entstehen. Damit die Hetlinger Kirche nicht optisch erdrückt wird, soll das Gebäude zirka 18 Meter davon entfernt erstellt werden. „Der Turm ist erheblich höher“, betonte Bargmann.


Pläne können angefordert werden


Die Zwei- und Drei-Zimmer Wohnungen haben in der Grobplanung eine Größe von 70 bis 89 Quadratmetern. Durch die relativ günstigen Grundstückskosten – der Quadratmeter liegt bei 110 Euro – könnten die Wohnungen für einen Quadratmeterpreis von etwa 2500 Euro erstellt werden – inklusive Küche, Carport und seniorengerechtem Fahrstuhl. „Das beinhaltet gute, solide und haltbare Qualität – ist quasi eine Golf-Ausstattung,“ sagte Bargmann in Anspielung auf die VW-Automarke.

Da die Gemeinde nicht als Bauherr auftreten möchte und bisher kein Investor gefunden wurde, bleibt nur noch die Möglichkeit einer Bauherren-Gemeinschaft. Wie das geht, auch darüber klärte Bargmann auf. Sie hat Erfahrung darin und betreut ähnliche Projekte.

Einzelinteressenten könnten sich in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammenschließen. Der Vorteil, so Bargmann: „Dann verdient kein Dritter daran.“ Nach der Sitzung meldeten bereits fünf Zuhörer ihr Interesse an den Unterlagen an. Sie werden ab 28. Oktober verschickt.

„Das ist die letzte Chance, bevor wir die Fläche anders überplanen“, betonte Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU). Bis Donnerstag, 14. November, soll alles in trockenen Tüchern sein. Dann berät ab 20 Uhr der Bauausschuss im „Hetlinger Treff“ an der Hauptstraße über das weitere Vorgehen.

Wer die Planungsunterlagen haben möchte, kann sich entweder mit Amtsleiter Peter Bröker im Rathaus Uetersen unter Telefon (0 41 22) 71 42 35 und E-Mail broeker@stadt-uetersen.de in Verbindung setzen, oder mit Hetlingens Bauausschuss-Chef Rahn unter Telefon (0 41 03) 81 80 47.

 

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