zur Navigation springen

Mit Top-Leistung zum „Roten Hahn“ : Leistungsprüfung der Hetlinger Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Hetlinger Feuerwehr nimmt erste Hürde beim Fünf-Stufen-Test. Wehrführer Oliver Schönfeldt zeigt sich zufrieden.

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 14:00 Uhr

Hetlingen | Für Christian Strack war alles noch ganz neu: Hetlingen im Allgemeinen, denn dort wohnt er erst seit kurzer Zeit, und die Feuerwehr im Besonderen, denn mit der hatte der aus Bayern Zugezogene bisher nichts zu tun. Mit beiden möchte er sich gern vertrauter machen, am liebsten in der Kameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Deshalb stattete der neue Dorfbewohner den Brandbekämpfern einen Besuch ab.

Es war ein glücklicher Termin, denn es war zugleich der Tag, an dem die Aktiven sich für den „Roten Hahn“ qualifizierten. Drei Prüfer aus dem Kreisfeuerwehrverband waren angereist, um das Können der Hetlinger zu bewerten. Da gab es viel zu sehen. Auch für die Kameraden der Wehr war der Tag eine neue Erfahrung. „Um 1973 herum hatten wir zum letzten Mal so etwas ähnliches“, kramte Wehrführer Oliver Schönfeldt aus irgendwelchen Erinnerungen hervor. An diesem Nachmittag ging es erstmal um die Stufe eins der Leistungsbewertung. Fünf Stufen gibt es insgesamt. Schönfeldt möchte mit seinen Leuten auch höhere Bewertungsstufen erklimmen. Aber die Vorbereitung kostet viel Zeit, räumt er ein. Deshalb müssen alle wirklich dafür sein, ehe er einen Prüfungsantrag stellen werde. „Da sind wir total demokratisch“, betonte der Chef der Hetlinger Wehr.

Die Leistungsbewertung selbst wird als Ehrengabe für die Erfüllung der Ausschreibung gestiftet, heißt es in der Beschreibung des Landesfeuerwehrverbandes. Und weiter: „Der pflegliche Umgang mit dem der Feuerwehr anvertrauten Geräten und Liegenschaften, die Beherrschung der Technik zur Rettung von Leben und Bewahrung von Sachwerten, die Wahrung von guten Traditionen und die Anpassung an technische Fortschritte sind charakteristisch für die freiwilligen Feuerwehren und sollen in dieser Leistungsbewertung herausgestellt werden.“

Schmutztest mit weißen Tüchern

Die drei Prüfer aus anderen Wehren des Kreises nahmen ihre Aufgabe sehr ernst. Sie guckten sich Akten an, kontrollierten das Berichtswesen, wischten auf der Suche nach Schmutz mit weißen Taschentüchern über Löschfahrzeuge, schließlich ließen sie die Retter antreten, einmal in Ausgehuniform, dann in Einsatzkleidung.

Kommandos hallten über den Platz: „Die Augen rechts!“ Machte das jeder richtig? Dann musste der stellvertretende Wehrführer Holger Martinsteg seinem Chef vor den Augen der Prüfer Meldung erstatten. Beginn mit einem vorschriftsmäßigen Salut. Er kriegte das anstandslos hin. Schließlich folgten praktische Beweise des Könnens: Personen in Lebensgefahr mussten aus einem brennenden Gebäude gerettet werden. Zuletzt war perfektes Aufräumen gefragt: Schläuche aufrollen und wegpacken und was sonst noch alles dazugehört. Dann endlich war es soweit. Kreisbrandmeister Frank Homrich vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg zog die „Ehrengabe des Landes“ aus seiner Aktentasche und überreichte die Plakette. Danach durfte gefeiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen