Leerstand rund um die Doppeleiche

Steyer ist wieder ausgezogen aus der Passage.
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Steyer ist wieder ausgezogen aus der Passage.

Zwölf Prozent Leerstandsquote in Wedeler Bahnhofstraße / Buchhandlung Steyer zieht an den ursprünglichen Standort zurück

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27. März 2014, 16:00 Uhr

Noch ein Leerstand in Wedel: Die Wedeler Passage in Höhe der Bahnhofstraße 50 hat ein Immobilienangebot mehr. Das Buchhaus Steyer ist nach rund einem Jahr Interimslösung wieder ausgezogen. Zurück an seine alte Adresse: Bahnhofstraße 46. „Wir haben uns damit einen langersehnten Traum erfüllt“, sind sich Gert Steyer und seine Frau Silke Thüne einig. Der alte Standort beheimatet bereits seit 1956 das Buchgeschäft in der Rolandstadt. „Ein Laden sowie neun Eigentumswohnungen konnten in etwa einem Jahr Bauzeit realisiert werden“, sagt Steyer und freut sich über den hellen Neubau.


Quote ist im Städtevergleich gering


Doch was passiert nun in der Passage? Die wird von „Innovalis Asset Management“ verwaltet, eine GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Vom Unternehmen heißt es, man sei bereits mit Interessenten im Gespräch. Bei der Vermietung der Räume zur Straße sei man deswegen zuversichtlich. Jedoch sei der Einzelhandel stark von Filialisten bestimmt und die Gesamtentwicklung das Marktes schwieriger geworden.

Das zeigt sich auch, wenn man bei einschlägigen Immobilenanbietern im Internet „Ladenfläche Wedel“ eintippt. Es erscheinen etliche Angebote. Sie befinden sich hauptsächlich in der Bahnhofstraße, Tendenz: Nähe Doppeleiche. Und auch beim Spazieren durch die Einkaufsader der Stadt bekommt man den Eindruck, dass der hintere Abschnitt verödet. Hinzu kommen Leerstände in den Welau Arcaden und im Bahnhof.

Entwarnung gibt es vom Stadtmarketing Wedel: „Die Leerstandsquote ist gar nicht so hoch“, sagt Sandra Gürtler. Und das Sitzbankprojekt (wir berichteten) bringe ebenfalls mehr Leben in die Bahnhofstraße. „Wir haben Sponsoren für 21 Bänke gefunden“, so Gürtler. Die sollen bis zum nächsten verkaufsoffenen Sonntag, 27. April, stehen. „Aktuell liegt die Leerstandsquote bei zwölf Prozent“, sagt Jan Lüchau. Das sei im Vergleich zu anderen Städten gering, so der Vorsitzende der Innenstadt-Kaufleute. 18 von 151 Geschäften stünden derzeit leer. „Sieben davon macht allein die Passage aus“, so Lüchau.

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