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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 14:07 Uhr

Lebensräume der Wedeler Au

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Planungsausschuss der Rolandstadt hat 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die überprüfen soll, wie die Flächen der Wedeler Au aufbereitet werden können, um dortige tidebeeinflusste Lebensräume zu entwickeln. Dabei geht es unter anderem um den Abbau von Defiziten und Beeinträchtigungen, die Bekämpfung bestimmter Pflanzenarten und die Ansaat von Schierlings-Wasserfenchel. Der Ausschuss hat nun der Stiftung Lebensraum Elbe grünes Licht erteilt.

von
erstellt am 30.Sep.2017 | 16:38 Uhr

Die Bereiche der Wedeler Au sind nicht nur beliebte Ausflugsziele für Radtouren oder Spaziergänge im Sinne der Naherholung und landwirtschaftliche Nutzfläche. Viel mehr ist die Wedeler Au auch Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen. Der Planungsausschuss der Stadt Wedel hat sich während seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie erläutern lassen, welche Möglichkeiten bestehen, tidebeinflusste Lebensräume zu entwickeln und zu verbessern.

Die Studie wurde im Mai 2015 bei der Stiftung Lebensraum Elbe in Auftrag gegeben. Anfang diesen Jahres wurde sie fertig gestellt. Der Stiftung stehen dabei zehn Millionen Euro zur Verfügung, Maßnahmen zu ergreifen, zusätzliche Entwicklungspotenziale zu schaffen. Auf der Tagesordnung der Sitzung stand ein Vortrag von Fred Niemann, Fachdienst Stadt- und Landschaftsplanung der Stadtverwaltung. Er informierte die Ausschussmitglieder über die Möglichkeiten, die Lebensräume in der Wedeler Au zu verbessern und so die Zielsetzung, eine stadtnahe Naturerholung zu bieten und zu unterstützen.

Eine Strategie sei, so Niemann, Pflanzen, die ursprünglich nicht in der Au heimisch sind, und sich dort breitgemacht hätten, zu bekämpfen. Darüber hinaus wurde von der Stiftung vorgeschlagen, Ufer- und Prielstrukturen zu erweitern beziehungsweise neu zu schaffen.

Allerdings sorgte die Beschlussvorlage, die Stiftung mit dem Ergreifen von Maßnahmen zu beaufragen, für eine Debatte. So merkte Martin Schumacher (FDP) an, dass es fraglich sei, wie man Maßnahmen umsetzen wolle, wenn die Flächen nicht der Stadt gehören. Darüber hinaus fehlten dem Liberalen auch Berücksichtigungen der aktuellen Bebauungspläne, die „komplett vergessen wurden.“ Es sei ihm auch wichtig, dass nicht nur Maßnahmen ergriffen würden, die nur den Landwirten nützen, sondern prinzipiell ökologische Zwecke verfolgen.

Ein weiterer Knackpunkt aus Schumachers Sicht: „Die Batavia im historischen Wedeler Hafen und die Wassertreppe tauchen nicht auf. Da muss genauer hingeguckt werden.“ Nichtsdestoweniger wünsche er einen „grünen Daumen für alle Maßnahmen – sie werden Wedel aufwerten.“

Auch die Grünen waren sich unsicher über die Beschlussfassung. Für sie seien noch Punkte offen, ehe es zu einem Beschluss kommen könne. „Wir wollen das nicht auf kaltem Wege abwürgen, aber so ist es nicht vollständig“, sagte Fraktionschef Olaf Wuttke.

Erst als der Ausschussvorsitzende Michael Schernikau (CDU) darüber informierte, dass es beim Beschluss nur um mögliche Ansätze, nicht um tatsächlich zu ergreifende Maßnahmen ginge und man nun einen Entscheid der Politik brauche, da sonst die Stiftung nicht weiterarbeiten könne, gehe die Abstimmung schnell und einstimmig über die Bühne. Im nächsten Planungsausschuss im November sollen dann konkrete Maßnahmen unter Berücksichtigung der Anmerkungen beraten werden.

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