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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. November 2017 | 03:07 Uhr

Lange geplant, jetzt beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

FDP-Antrag zum B-Plan für den Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes zwischen Wedel und Holm wurde angenommen

Bereits Mitte der 1990er hat es Pläne für den Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes in der Wedeler Marsch gegeben. Jetzt gibt es endlich einen Beschluss. Der entsprechende Vorschlag im Planungsausschuss kam von der Wedeler FDP-Fraktion. Darin wird die Verwaltung gebeten, einen Bebauungsplan für die entsprechenden Realisierungsabschnitte vorzubereiten. „Dieser Antrag geht auf eine Initiative des Umweltbeirats zurück, welcher die Stadt darum gebeten hatte, Alternativen für den Ausbau in der Marsch zu prüfen“, so Martin Schumacher (FDP). Seine Fraktion habe die Variante, welche nach den Vorprüfungen die besten Realisierungschancen habe, herausgesucht. Das sei die Fuß- und Radwegeverbindung zwischen der Wedeler Altstadt und Holm.


Historischer Kirchstieg wird wiederbelebt


Genau bedeutet das: Der Alte Kirchstieg, die historische Verbindung zwischen Holm und Rolandstadt, soll wiederbelebt werden. Ein geschichtsträchtiger Pfad. Auf diesem Weg wanderten die Holmer früher sonntags zur Kirche am Roland, heute Immanuelkirche, da Holm selbst keinen Gottesraum hatte. So entstand der Name des Alten Kirchstiegs. Auf der Trasse sind Teilstücke bereits oder noch für Radler und Fußgänger nutzbar. Urteil der Verwaltung: „Er bietet als zusätzliche Wanderwegverbindung eine deutliche Aufwertung des Wedeler Radwegenetzes.“

„In Wedel schließt das Projekt an den bereits beschlossenen B-Plan 76 an und in Holm an das dort bereits vorhandene Wegenetz am Geesthang“, so Schumacher. Nach dem B-Plan können Radfahrer und Fußgänger künftig auf der alten Südumfahrungtrasse die Altstadt umgehen. Schumacher begrüßt auch die Realisierung in Teilabschnitten. Diese ging ebenfalls aus der Vorlage der Verwaltung hervor.

Ziel sei es, langfristig einen großen straßenunabhängigen Rundweg zu realisieren. Er soll von Wedel am Deich entlang über Hetlingen und die Idenburg nach Holm und zurück führen. Und das abseits der B 431 und den engen Straßen der Altstadt. Für die Naherholung und vor allem im Ortsbereich sei das eine Entlastung für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer.

Außerdem sprach sich der planungspolitische Sprecher der Liberalen dafür aus, Flächen zusammenzuorganisieren. Damit könne besser genutzt und geplant werden. „Gemeinsam managen, was zum Beispiel die Wasserhaltung angeht und die Intensität der Nutzung, und auch Zäune gegen freilaufende Hunde. Dann kann man auch mit Naturschützern über Wege in sensible Regionen reden und vielen Menschen noch intensivere Naturerlebnisse bieten als bisher schon.“

Was Schumacher auch deutlich macht: „Uns geht es mit der Vorlage nicht darum, sofort Kosten auszulösen oder weitere Planungsleistungen, wir kennen die Haushaltszwänge und die Arbeitsbelastung der Verwaltungsbereiche.“

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