Land unter auf Wedels Wegen

wet_autal2

Dauerregen lässt Autal volllaufen / 30 Zentimeter Wasser auf der Straße am Bullenseedamm

shz.de von
05. Januar 2018, 16:00 Uhr

Regen, Regen, Regen: Nach kurzem Sonnen-Lichtblick macht 2018 da weiter, wo 2017 aufgehört hat. Mit Folgen für Wedels Wege und Gräben: Gestern meldeten Anwohner Land unter auf der Straße im Bereich Bullenseedamm / Siedmoorweg. Auch im Autal war zeitweise kein Durchkommen mehr, weil Wege und Brücken unter Wasser standen.

Laut Wedels stellvertretendem Wehrführer Uwe Brandt stand das Wasser am Bullenseedamm bis zu 30 Zentimeter hoch auf der Straße, weil Gräben nichts mehr aufnehmen konnten. Da Gebäude vollzulaufen drohten, rückten Feuerwehr und Bauhof gegen 11.30 Uhr mit vier Hochleistungspumpen an, um die Wassermassen in einen größeren Graben zu schaffen und so für einen Ablauf zu sorgen. Erst nach vier Stunden war dieser Einsatz beendet, ohne dass Häuser Schaden genommen hatten.

Im Autal war ein Brennpunkt der Bereich um die Wassererlebniszone. Stege, die Brücke des Holzwegs und die nahe Pegelanlage waren phasenweise überflutet, Rad- und Wanderwege abgeschnitten. Um gegenzusteuern, öffneten Bauamt und Feuerwehr das Stauwehr am Mühlenteich auf maximal vertretbaren Durchlass. „Das brachte den gewünschten Effekt, die Spiegel sanken“, so Brandts Bilanz. Eine Maßnahme, die auch dazu gedient habe, die Häuser an der Straße Op’n Klint zu schützen.

Wassermassen prägten auch das Bild auf Wegen und Feldern in der Marsch rund um Steinweg und Saatlandsdamm. Zwar musste die Feuerwehr diesmal dort nicht eingreifen wie Anfang Oktober, als die Hochleistungspumpe an der Baustelle Außendeich-Sperrwerk ausgefallen war und nach anhaltenden Regenfällen für Überschwemmungen gesorgt hatte (wir berichteten).


„Burglind“ entwurzelt mehrere Bäume

Obstbauer Dennis Kleinwort, der seinerzeit Alarm geschlagen hatte, weil weite Teile seiner Apfelplantagen unter Wasser gestanden hatten, sagte gestern auf Tageblatt-Anfrage: Die Lage auf seinen Feldern sei ganz ähnlich wie vor drei Monaten. Rund die Hälfte seiner mit sieben Hektar größten Apfelbaum-Fläche war seinerzeit betroffen. Schon im Oktober befürchtete der Landwirt irreparable Schäden an weiten Teilen seiner Bäume und 40 Prozent Ernteausfall in 2018. Ein Szenario, das mit den neuerlichen Wassermengen immer wahrscheinlicher werde.

Bereits am Vortag hatte Sturmtief „Burglind“ für Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Gegen 21.15 Uhr mussten Einsatzkräfte zum Rollberg ausrücken, wo ein Baum umgestürzt war und ein Haus zu beschädigen drohte. Ebenfalls am Mittwochabend lief ein Keller der Mehrfamilienhäuser im Elbpark an der Schulauer Straße voll. Laut Brandt war Wasser unter anderem über die Kasematten ins Gebäude gekommen.

Gestern musste zudem der Bauhof mehrere entwurzelte Bäume von Wegen entfernen. Neben dem Fuß- und Radweg im Autal südlich der Schrebergärten und des Friedhofs, wo der Durchgang gesperrt werden musste, war vor allem der Außenbereich betroffen, so dass es zu keinen größeren Behinderungen kam. Der Bauhof appelliert in diesem Zusammenhang daran, Sperrungen ernst zu nehmen, um Aufräumarbeiten nicht zu behindern und sich und die Einsatzkräfte nicht in Gefahr zu bringen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen