22 Jahre Einsatz für Senioren : Kursana Residenz in Wedel: Christa Herrmann übergibt an zwei Nachfolger

Mit einem Herz voller Unterschriften verabschiedeten sich die Bewohner und Mitarbeiter von Christa Hermann (Mitte). Dr. Stefan Geier und Heinke Wahl treten in ihre Fußstapfen.
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Mit einem Herz voller Unterschriften verabschiedeten sich die Bewohner und Mitarbeiter von Christa Hermann (Mitte). Dr. Stefan Geier und Heinke Wahl treten in ihre Fußstapfen.

Umarmungen und Dankesworte für die Sozialpädagogin, die in der Senioreneinrichtung die soziale Betreuung der Bewohner aufgebaut hat.

shz.de von
31. Juli 2015, 18:00 Uhr

Wedel | Mit einem Knäuel aus meterlangem Geschenkband stand Christa Herrmann (64) im Saal der Kursana Residenz Wedel und sortierte in ihrer Abschiedsrede vor Bewohnern und Mitarbeitern symbolisch genau 22 Jahre und drei Monate „goldene Arbeitszeit“. Danach gab es viele Umarmungen und Dankesworte für die Sozialpädagogin, die in der Wedeler Senioreneinrichtung die soziale Betreuung der Bewohner aufgebaut hat. Doch so ganz verabschiedet sich Herrmann nicht in den Ruhestand: Sie wolle sich weiterhin ehrenamtlich in der hauseigenen „Stiftung für Senioren“ engagieren, versprach sie.

„Ich war damals neugierig darauf zu erkunden, wie man gut alt werden kann“, erinnert sich Herrmann an ihr Vorstellungsgespräch im März 1993. „Heute glaube ich, dass es gelingen kann, wenn man mit sich in Einklang ist und von einem Netz aus Familie und Freunden gehalten wird. Dann kann man auch Herausforderungen wie eine Krankheit gut bewältigen.“ Ihr sei es nicht nur darum gegangen, für die Senioren ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm und ein umfassendes Hilfsangebot aufzubauen. „Die Bewohner müssen frei entscheiden und um Hilfe bitten können. Und dann muss sie verlässlich da sein“, betont die Frau, die Direktor Claus Heydebreck in seiner Ansprache als „feinfühlig, warmherzig und kämpferisch für das Wohl der Schwachen“ charakterisierte.

Den Aufbau eines Literaturkreises und die Einrichtung der alltagsstrukturierenden Tagesgruppe, die an Demenz erkrankten Menschen ein Leben im Appartement ermöglicht, hob Herrmann unter den Projekten der vergangenen Jahre hervor. Dass der Teamgeist im Haus auch Belastungsproben wie Personalnotstand durch Virusinfektionen oder dem Stress durch Umbauphasen standgehalten habe, rief sie in Erinnerung. Und sie gedachte auch der vielen verstorbenen Bewohner, die sie im Laufe der Jahre kennenlernen durfte.

Die Leitung „ihrer“ sozialen Betreuung legt Herrmann jetzt in die Hände ihres Kollegen Dr. Stefan Geier (38), der bereits die Bewohner in der stationären Pflege begleitet. Heinke Wahl (51) wird außerdem ab August die rund 120 Bewohner in ihren Appartements betreuen. Die ausgebildete Fotografin engagiert sich seit fast zwanzig Jahren in der sozialen Betreuung von Senioren und hat nach zahlreichen Fortbildungen bereits in zwei Altenpflegeeinrichtungen den Sozialdienst geleitet.

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