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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 00:30 Uhr

Hetlingen : Kunstrasen fürs Deichstadion?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der HMTV-Chef stellt das erste Finanzierungskonzept vor.

Hetlingen | 650.000 Euro für einen Kunstrasenplatz im Deichstadion: Wie will der Hetlinger Sportverein (HMTV) das stemmen? Vorsitzender Robert Wieber stellte den Mitgliedern im Sport, Kultur und Umweltausschuss auf der jüngsten Sitzung ein erstes Finanzierungskonzept für das anspruchsvolle Vorhaben vor.

In die bundesweite Sonderförderung des vergangenen Jahres sei man nicht gekommen, erklärte Wieber vorweg, weil das Projekt für Hetlingen und den Verein zwar groß, für die Sonderausschüttung aber nicht groß genug gewesen sei. Zwei Millionen Euro Investitionsvolumen war hier als Minimum gefordert. Von den Fördermitteln, die Landessportverband und Kreissportverband jedes Jahr ausschütten, verspricht sich der Vorsitzende Deckungskosten von gut 40 Prozent der veranschlagten Summe. Blieben 380.000 Euro Finanzierungsrest.

Den teilt das Konzept in zwei nahezu gleich große Beträge auf. 180.000 Euro übernimmt die Gemeinde, so der HMTV-Wunsch. 200.000 Euro finanziert der Sportverein selbst. Das könne allerdings nicht auf einen Schlag geschehen. Die Idee hier: Die Gemeinde gewährt dem Verein ein Darlehen, das der HMTV über 20 Jahre hinweg mit jährlich 10.000 Euro abbezahlt.

Diese 10.000 Euro werden vereinsintern verfahrenstechnisch noch einmal aufgespalten. Für die Hälfte, 5000 Euro, kommt die Fußballsparte allein auf. Sie profitiere am meisten vom Kunstrasen, so Wiebers Begründung. Die andere Hälfte übernehme der Hauptverein. Auch der gewinne. Einmal an Attraktivität. Darüber hinaus würden beispielsweise dringend benötigte Hallenzeiten frei.

Das Finanzierungskonzept steht zur Beratung auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des HMTV, die am Freitag, 26. Februar, in der Mehrzweckhalle, Hauptstraße 65, stattfindet. Beginn: 19 Uhr.

Auf der jüngsten Fußballspartensitzung sei ein jährlicher extra Spartenbeitrag bereits angedacht worden, so der Vorsitzende. Die Rechnung: 70 Vollmitglieder zahlen je 30 Euro, 80 Kinder, Jugendliche und Ermäßigungsberechtigte je 15 Euro. Zudem sei die Fußballsparte mit Sponsoren im Gespräch, die sich hier finanziell engagieren wollten. Der Hauptverein könne das Geld über eine moderate Beitragserhöhung von einem Euro pro Mitglied einholen, so Wieber.

Der Sportverein zählt momentan 610 Mitglieder. Zehn Euro pro Monat kostet der volle Beitrag, ermäßigt sind fünf Euro zu zahlen. Wenn alles sehr schnell geht, könne nach der Vorrunde im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden. Das sei allerdings ein anspruchsvoller Zeitplan. Der Rasenaustausch dauere zwei bis drei Monate, schätzt Wieber.  

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erstellt am 12.Feb.2016 | 18:00 Uhr

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