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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 10:45 Uhr

Künstler mit ansteckender Fröhlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Spritziger Operettenabend in der Bandreißerkate

Unter dem geheimnisvollen Titel: „Wo die Liebe hinfällt, wissen wir nicht so genau . . .“ unterhielten, amüsierten und bewegten die Pianistin Songwon Kempka und der Tenor Markus Richter mit spritziger Operettenmusik ein gut gelauntes und für Emotionen empfängliches Publikum in der Bandreißerkate. Die guten Geister des Kulturvereins Haseldorfer Marsch hatten am Sonnabend die uralte Kate wieder einmal in den gewohnt einladenden Charakter versetzt und ihre Türen für eine weitere musikalische Überraschung geöffnet.

Erstmals konnte Ilse von Stamm vom Arbeitskreis „Veranstaltungen“ des Kulturvereins Haseldorfer Marsch die beiden sympathischen, voller ansteckender Fröhlichkeit sprühenden Künstler Richter und Kempka in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten der alten Bandreißerkate zum zeitlosen und ewig bewegenden Thema „Liebe“ begrüßen.

Romantisch begann der Abend mit einer Erzählung von Kempka, als sie am Nachmittag auf dem Deich hinter dem Haus einen Musiker, von Schafen umringt auf einer Bank, in sich zusammengekauert gefunden hätte. Sie tranken Tee und er erzählte von seiner verzweifelten Suche nach der Liebe. Die Pianistin nahm den Tenor mit auf die Bühne in die bis auf den letzten Platz besetzte Kate. Gemeinsam spielten und sangen sie sich während des beschwingten Abends mit bekannten und eingängigen Operettenarien in die Herzen der Zuhörer.


Flirt mit dem Publikum


Zwischen den Liedern flirtete Richter mit dem Publikum, verteilte Rosen und erzählte bei einem guten Glas Rotwein von seiner schier unendlichen Suche nach der Frau seines Lebens und den vielen guten Ratschlägen seiner Freunde. Mit seiner wunderbaren, in allen Schattierungen, von kraftvoll, sich verzehrend bis zärtlich leise klingenden Tenorstimme – von Kempka am Klavier souverän lebendig, einfühlsam und in blinder Übereinstimmung begleitet – erzählte er musikalisch von seinen vielfältigen Versuchen und Erfahrungen. Die Gäste wurden mit vielen, ihnen nur allzu gut bekannten Liedern verwöhnt und auf eine sehnsuchtsvolle, sehr humorige, aber auch manchmal ernste Reise mitgenommen: „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Fraun“,„Gern hab ich die Fraun geküsst“, „Dunkelrote Rosen“, die Arien „Komm, Zigan, spiel mir was vor“ und „Grüß mir mein Wien“ aus der Operette „Gräfin Mariza“, „Ich träume mit offenen Augen“ oder zum Abschied „Dein ist mein ganzes Herz.“ Am Ende des wundervollen Abends schunkelte das Publikum, durfte bei der „Juliska aus Budapest“ mitsingen und machte sich nach Bravorufen und drei erklatschten Zugaben glücklich und beschwingt auf den Heimweg.



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