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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:32 Uhr

Kreativität von hohem Nutzwert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Engagement für andere“ GHS-Oberstufenschüler entwickeln 25 Ehrenamts-Projekte / Viele Arbeiten werden fortgeführt

Es ist noch gar nicht lange her: Am 29. April um 1.23 Uhr passierte das, wonach sich insbesondere Jugendliche aus der Marsch schon lange sehnten. Die neu geschaffene Nachtbusverbindung machte sich mit 60 Fahrgästen erstmals zu so vorgerückter Stunde vom Wedeler S-Bahnhof auf zur Heimfahrt über die Dörfer. Ein Vorhaben, das am Ende zwar von Politikern beschlossen wurde, seine Anfänge allerdings auf völlig anderer Ebene hatte: in den Ehrenamtsprojekten der Wedeler Gebrüder-Humboldt-Schule.

Wie bereits im Vorjahr hatten auch in den zurückliegenden zwölf Monaten wieder alle zwölften Klassen unter dem Motto „Engagement für andere(s)“ (Efa) Ideen und kreativer Vielfalt freien Lauf gelassen. Am Ende waren es 25 Projekte, für die sich die Abiturienten von morgen ehrenamtlich einbrachten. Und eine Auswahl davon – auch zur Freude von Oberstufenleiter Kai Nerger und Projektbetreuer Mathias Schuback – jetzt der Öffentlichkeit vorstellten.

Die Auftaktpräsentation lieferte dabei Leonie Schulz (19), die bereits seit vielen Monaten eine Haselauer Seniorin (88) im Alltag unterstützt. Und dafür seither zwischen vier und sechs Stunden in der Woche aufbringt. Während dieser Zeit geht sie mit ihr spazieren oder einkaufen, erledigt Arztbesuche, unternimmt Ausflüge.


Nachhaltige Wirkung


Auch in Zukunft. Denn die Schülerin hat nach eigenen Angaben derart Gefallen an der Aufgabe gefunden, dass sie ihre Betreuungstätigkeit auch nach Projektkurs-Ende weiter ausüben möchte. „Vor allem die intensiven Gespräche und der Erfahrungsaustausch haben das Ganze sehr interessant gemacht“ sagte Schulz, ehe Marius Mathies und Aaron Benkowitz mit ihrem Projekt „Theater“ an der Reihe waren. Angefangen beim Garderobendienst über das Fertigen von Werbepostern bis hin zu unzähligen Aktivitäten im Kulissen-Bereich, hätten die beiden Gymnasiasten einen umfangreichen Einblick in das Theaterleben erhalten und seien sich sicher, „dabei bleiben“ zu wollen.

Zu den weiteren vorgestellten Projekten zählten neben der Anlage eines Oberstufengartens auf dem Schulareal und der Einrichtung einer schulinternen Schüler-Nachhilfe auch die Installation des Nachtbusses durch Caroline Schöbel, Melanie Peters und Gina Hartmann nebst der Ausarbeitung von Janneke Olde über das „Wofür das Ganze eigentlich?“ „In der Oberstufe ist es wichtig, junge Menschen nicht nur an Lehr- und Lernstoffe heranzuführen, sondern auch mit gesellschaftlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten vertraut zu machen“, betont Nerger, der mit Schuback den Abend moderierte.

„Selbständigkeit, Reflektion des Tuns, soziales Engagement und die Vielfältigkeit der Tätigkeitsmöglichkeiten lauten für diese Projekte die Schlagworte“, so Schuback. Nerger verwies darauf, dass der erfolgreiche Ausgang eines Projekts nicht immer das Wichtigste gewesen sei. „Selbst wenn es zum Beispiel am Ende mit den Nachtbussen nichts geworden wäre, hätten die Kinder von ihrem Tun profitieren können und fürs Leben gelernt. Sie haben sich mit Politikern auseinandergesetzt, um Sponsoren geworben und sich für eine Sache eingesetzt, die der Allgemeinheit zu Gute kommt. Das Ergebnis ist deshalb zweitrangig“, so Nerger, der darauf verweist, dass viele Projekte im kommenden Jahr von der nachrückenden Jahrgangsstufe aufgegriffen und weitergeführt würden.



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