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Kunsthandwerker-Treff am Roland : Kreative in Wedels Altstadt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

40 Stände am Sonnabend und Sonntag: Organisatoren wollen an die Tradition des Kunst- und Handwerkermarkts anknüpfen

Die Altstadtkaufleute knüpfen an lieb gewonnene und schmerzlich vermisste Traditionen an: Am Wochenende wird der Kunst- und Handwerkermarkt wiederbelebt, den die Keramikerin Doris Ong aus der Taufe gehoben und zu einem Magnet für Besucher wie Kreative gleichermaßen gemacht hat, der weit über Wedels Grenzen hinaus wirkte. Und wie sich schon vor Eröffnung der Stände zeigte, hat der Kunsthandwerker-Treff am Roland offensichtlich noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Etwa 20 Teilnehmer hatten Thorsten Meiners und sein Organisatoren-Team für die Renaissance kalkuliert – es sind rund 40 geworden.

Der Altstadtmarkt, die Küsterstraße und Teile des Kirchenvorplatzes bei der Risthütte verwandeln sich am Sonnabend und Sonntag, 31. August und 1. September, wieder in einen Basar, der mehr zu bieten hat als Verkaufsstände. Zahlreiche Teilnehmer weihen die Besucher ganz praktisch und vor Ort in ihre Künste ein.

Etwa Stefan Lösch. Der Elmshorner baut ein Zelt mit kleiner Esse und Amboss sowie einer Drechselbank auf, um zu demonstrieren, wie Schmieden und Holzbearbeitung anno dazumal ging und noch heute funktioniert.

Immer faszinierend ist die kleine mobile Werkstatt von Bernhard Jäkel. Unter seinen Händen und Hammerschlägen wird Besteck zu Schmuck. Barbara Erdrich zeigt, worauf es beim Bernsteinschleifen ankommt. Alles in allem erwarte die Besucher ein Schnitt durch nahezu die gesamte Bandbreite des Kunsthandwerks, sagt Meiners. Selbst Brot wird auf dem Markt gebacken und als kleine Stärkung beim Bummeln verkauft. Crêpes und schottische Delikatessen runden das Angebot ab. Zudem wird das Pane Vino direkt am Markt für Speis und Trank sorgen. Wobei Zurückhaltung bei diesem Thema Programm ist. Das Handwerk soll klar im Zentrum stehen, sagt Meiners. Auch ein Rahmenprogramm ist nicht vorgesehen.

15 Jahre lang lief der Markt unter Ongs Regie. 2006 hat sich die Wedelerin, die mittlerweile nach Belgien ausgewandert ist, zurückgezogen. Als Kulturmarkt lebte die Veranstaltung zunächst fort, seit 2011 jedoch fand sich auch dafür kein Organisator mehr.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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