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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. August 2017 | 07:08 Uhr

Krach um kaputten Dörpshus-Teppich

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wilfried Welsch bleibt Vorsitzender des Holmer Kulturvereins / Theaterleute sauer

Vorstandwahlen und Berichte aus den den Arbeitskreisen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Kulturvereins Holm. Vorsitzender Wilfried Welsch (Foto) wurde im Amt bestätigt.

Die Mitglieder, 35 von insgesamt 250, hatten eine umfangreiche Tagesordnung zu absolvieren. Welsch berichtete von vier Vorstandssitzungen und gab eine Vorschau auf kommende Unternehmungen. Er dankte den Spendern, durch deren Hilfe die Anschaffung eines Flügels ermöglicht wurde, den vielen Helfern, unter anderem beim Erntedank-Umzug, und der Gemeinde, die dem Verein den dringend benötigten Lagerraum zur Verfügung gestellt hat. Der sei allerdings nicht trocken genug und müsse für die vielen empfindlichen Gegenstände erst aufbereitet werden.

Laut Kassenführerin Heinke Hinz hat der Verein 2015 Verlust erwirtschaftet. Zwar dank eines gesunden Finanzpolsters leicht zu schultern, aber dennoch ein Warnsignal. Hinz erinnerte daran, dass der Verein als gemeinnützig anerkannt sei und Spendenbescheinigungen fürs Finanzamt ausstellen dürfe. Spender seien jederzeit willkommen. Nach längerer, zeitweilig hitziger Diskussion beschloss die Versammlung auf Antrag des Vorstandes, den Jahresbeitrag um vier Euro zu erhöhen. Familien bezahlen nun 30 Euro, Einzelpersonen 20 Euro.

Den größten Teil des Abends benötigten die Sprecher der Arbeitskreise. Ihre Berichte machten deutlich, wie vielseitig die Beiträge sind, die der Verein zum kulturellen Leben der Gemeinde beisteuert. Sei es die Bücherkammer mit Evelin Schurz oder Maren Groth, deren Gruppe Dorfgeschichte erforscht und im Berichtsjahr wieder viele Anfragen beantworten konnte.


Kreuzfahrt dauert nur 70 Minuten


Sechs aktive Fotografen um August Kröger hatten interessante Exkursionen hinter sich. Jürgen Koch gab einen Rückblick auf die Kulturreise nach Eckernförde und Haitabu. In diesem Jahr will er sogar eine Kreuzfahrt in die geplante Reise nach Oldenburg in Oldenburg einbauen. Sie werde nur 70 Minuten dauern, räumte er zur allgemeinen Erheiterung ein: mit der Fähre von Cuxhaven nach Brunsbüttel.

Barbara Werther hat einen Mann und zehn Frauen in ihrer Literaturgruppe. Pro Monat lesen und besprechen sie ein Buch. Bei den Briefmarkensammlern überwiegen dagegen die Männer mit 20 zu zwei gegenüber den Frauen. Irene Jochmann malt mit derzeit 19 Schülern. Helga Haffki freut sich besonders, dass sich auch Kinder für ihren plattdeutschen Arbeitskreis interessieren. Rudi Behnke und seine Filmfreunde sind nur zwei Aktive, dafür aber zehn bis 20 Zuschauer pro Filmabend.

Krach gab es, als Gabi Lipp (Foto) von der Theaterwerkstatt über Sachschäden im Obergeschoss berichtete. Sehr verärgert beklagte sie sich darüber, dass ihre Gruppe verdächtigt werde, die Teppichbeschädigungen verursacht zu haben. Bürgermeister Walter Rißler (CDU) entschuldigte sich zwar für die „unglückliche Kommunikation“, wie er es ausdrückte, stellte aber nachdrücklich fest, dass die Ursache des Schadens nach wie vor ungeklärt sei. Da aber möglicherweise Saalmieter dafür verantwortlich seien, habe er verfügt, dass die obere Etage nicht mehr vermietet werden dürfe.

Hertha Eimert (85) zog ihr Erstlingswerk aus der Tasche, ein Buch mit dem Titel „Als ich noch Zöpfe trug“ und gab daraus ein paar Geschichten zum Besten. Herzlicher Beifall war der Lohn für ihre amüsante Lesung.

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www.kulturverein-holm.de


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