www.wedelwillswissen.de : Kostenlose Pilotphase der Bürgerbeteiligungsplattform im Internet läuft aus

Die Verwaltung sieht in www.wedelwillswissen.de einen geeigneten Weg der frühzeitigen Bürgerbeteiligung.
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Die Verwaltung sieht in www.wedelwillswissen.de einen geeigneten Weg der frühzeitigen Bürgerbeteiligung.

Die Stadt empfiehlt eine Fortführung des Projekts – für 16.000 Euro im Jahr.

shz.de von
16. Januar 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Die Beteiligungsseite www.wedelwillswissen.de im Internet: Hier melden Bürger, wo Straßen Schlaglöcher haben, wo sich Müll stapelt, wo Lampen defekt sind. Und verfolgen dann, wie die Stadt das Problem angeht. Hier können Vorschläge gemacht werden für Straßennamen. Fotowettbewerbe reizen Kreative, Wedel in besonderem Licht zu zeigen. Und Bürgermeister wie Stadtpräsidentin laden ein zur Live-Sprechstunde am Bildschirm. Seit 28. August ist die Seite online – als Pilotprojekt, das die Stadt kein Geld kostet. Jetzt endet die Probephase – und die Diskussion beginnt, ob sich Wedel diesen Bürgerservice weiter leisten will. Denn künftig soll gezahlt werden. 16.000 Euro pro Jahr.

Weitermachen oder nicht: Die Verwaltung hat die Frage bereits für sich beantwortet – mit Ja. „Wedel Will’s Wissen ist zentraler Bestandteil bei der Etablierung einer aktiven Öffentlichkeit“, heißt es in der Begründung. Die Seite ermögliche einen frühzeitigen Dialog mit Verwaltung und Politik auf einfachem Weg und mit wenig Aufwand, den die Bürger mit vielen Ideen und Engagement genutzt hätten. Insgesamt gebe es bisher rund 400 registrierte Nutzer. Die Zahl steige täglich.

Die Plattform biete die Möglichkeit, auf lange Sicht das Image der intransparenten Verwaltung zu verwerfen und positiv zu beeinflussen, führt die Stadt weiter aus. Zudem sei das Portal ein wichtiger Schritt hin zu einer zukunftsorientierten Verwaltung. Denn durch Online-Beteiligung an Entscheidungsprozessen entstehe eine höhere Akzeptanz für politische Beschlüsse und ein verstärktes Politikinteresse.

Und der Kostenfaktor? Den sieht die Verwaltung als tragbar an. Wörtlich heißt es: „Gemessen am finanziellen Aufwand, den die Organisation eines Bürgerentscheids, ausgelöst durch unzufriedene Wedeler, für die Stadt bedeutet, ermöglicht www.wedelwillswissen.de eine kostengünstigere Möglichkeit zur präventiven Stadtkommunikation und rechtzeitigen, frühzeitigen Bürgerbeteiligung.“

Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich in seine Sitzung am Montag, 19. Januar, mit diesem Thema. Das Gremium tagt ab 19 Uhr öffentlich in Sitzungsraum „Caudry“ des Rathauses.

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