zur Navigation springen

Wedel/Altona : Kooperation über Ländergrenzen: Gemeinsam für 10-Minuten-Takt der S-Bahn

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Planungsausschüsse der Stadt Wedel und des Bezirks Altona wollen Arbeitsgruppe bilden / Gemeinsam für 10-Minuten-Takt der S-Bahn

Wedel | Die 32.000-Einwohner-Stadt Wedel und der Hamburger Bezirk Altona mit fast 260.000 Bewohnern liegen in verschiedenen Bundesländern und gehen doch fast nahtlos in einander über. Um die Abstimmung in allen Bereichen zu verbessern, wollen die Planungsausschüsse der Rolandstadt und Altonas künftig einen gemeinsamen Arbeitskreis bilden. Dies beschlossen die Gremien bei der fünften gemeinsamen Sitzung am Mittwoch im Altonaer Rathaus.

In Sachen Ausbau des ÖPNV-Angebots herrschte „himmlische Einigkeit“, wie es Wedels Bürgermeister Nils Schmidt (parteilos) formulierte. Auf Anregung von Altonas CDU-Urgestein Uwe Szczesny formulierten beide Ausschüsse einstimmig einen Antrag an ihre jeweiligen Landesregierungen, in dem sie die Erhöhung des S-Bahn-Takts nach Wedel auf zehn Minuten forderten. Auch das die Hafenfähren von den Landungsbrücken künftig bis nach Wedel fahren sollten, stieß auf einhellige Zustimmung. „Wir sollten dieses Projekt nicht versanden lassen“, sagte Szczesny. Schmidt stimmte zu, gab aber zu bedenken, dass die Signale des HVV bislang negativ seien.

Um Lösungen für den zunehmenden Autoverkehr, inklusive überlasteter B431 zu finden, forderte Wedels Ausschussvorsitzender Michael Schernikau (CDU) eine Datenerhebung zum Thema Arbeitsmarkt und Nahversorgung in der Metropolregion. Der Christdemokrat machte dabei deutlich, dass auch immer mehr Hamburger zur Arbeit oder in ihrer Freizeit nach Wedel pendeln würden.

Keine Bewegung gab es dagegen im Lärmstreit um den Businesspark Wedel. Der soll an ein reines Wohngebiet in Rissen grenzen. Die Politiker der Rolandstadt befürchten Klagen aus Hamburg, die zu strengeren Lärmbeschränkungen für das Gewerbegebiet führen könnten. Im November 2014 hatte die Stadt Wedel verkündet, dass sie vor Gericht ziehen wolle. „Wir wollen lieber Gespräche führen, aber das bringt nur etwas, wenn beide Seiten kompromissbereit sind“, betonte der Wedeler Manfred Eichhorn (SPD). Die Rolandstadt sei dem Bezirk schon entgegen gekommen, weil sie Gewerbe und keine Industrie planten. Thomas Adrian von den Altonaer Sozialdemokraten warb für eine Dezibelgrenze: „Man kann mit Gewerbe Geld verdienen, auch ohne Anwohner zu belästigen.“ Die Entscheidung fällen nun wohl die Richter.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 16:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen