Konzerte mit Gezwitscher und Tränen

Anne Clasen freut sich auf zahlreiche Gäste bei den Veranstaltungen der kommenden Monate.
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Anne Clasen freut sich auf zahlreiche Gäste bei den Veranstaltungen der kommenden Monate.

Pianistin Anne Clasen stellt Halbjahresprogramm vor

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06. März 2014, 16:00 Uhr

Das hat Anne Clasen noch nicht erlebt: Kaum waren die Einladungen mit dem Halbjahresprogramm an ihre Fan-Gemeinde verschickt, war das erste Konzert auch schon ausgebucht. Die Haselauer Pianistin, die ihr Publikum mit Klaviermusik und Rezitation verzaubert, bietet im ersten Halbjahr drei Auftritte. Das „Geburtstagskonzert“ für Carl Philipp Emanuel Bach, der Sonnabend 300 Jahre alt geworden wäre, ist restlos ausgebucht. „Es sind schon alle Ecken voll“, sagte sie am Tageblatt-Telefon.

Normalerweise findet Clasen für Musikliebhaber in ihrem kleinen Konzertsaal in der Altendeicher Chaussee 58/60 immer noch ein Plätzchen. Wer am Sonnabend beim Programm „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ nun nicht dabei sein kann, sollte sich schnellstens Plätze für die Mai- und Juni-Auftritte sichern.

Unter dem Titel „Gezwitscher“ bietet Clasen am Sonntag, 11. Mai, Vogelsang und Vogelflug in Musik und Wort. Mit dabei auch Texte von Detlev von Liliencron (Foto), der mit „Dichterprinz“ Emil von Schoenaich-Carolath-Schilden von Schloss Haseldorf Freundschaft und künstlerischen Austausch pflegte. Weitere Gedichte und Kurzprosa kommen unter anderem von Theodor Storm, Johannes Bobrowski, Erika Burkat und Conrad Ferdinand Meyer. Die dazu intonierten Klavierstücke stammen beispielsweise von Jean-Philippe Rameau, Robert Schumann und Maurice Ravel. Das Konzert am Muttertag beginnt um 10.30 Uhr.


Mitsommerabend im Apfelgarten


Weil der Mitsommerabend auf einen Sonnabend fällt gibt es ein Skandinavisches Programm. Der Titel des Konzerts am 21. Juni lautet „Die kleine Meerjungfrau“ und basiert auf dem Märchen des dänischen Nationaldichters Hans Christian Andersen (Foto, 1805-1875). Clasen spielt dazu die ihrer Auffassung nach zu Unrecht in Deutschland eher unbekannten Norwegischen Tänze und Volksweisen von Edvard Grieg. „Natürlich halten wir auch wieder Taschentücher bereit ob dieser zu Herzen gehenden Geschichte und der sehnsuchtsvollen Musik und hoffen auf einen schön hellen, warmen nordischen Frühsommerabend“, so Clasen. Wie es in Skandinavien Brauch ist, geht’s nach dem Vortrag in den Apfelgarten der Pianistin, in dem bei Weingenuss fröhlich geplaudert werden kann. Das Konzert beginnt deshalb bereits um 18 Uhr.

Der Eintritt ist wie immer frei, es steht aber die legendäre grüne Vase für einen freiwilligen Kostenbeitrag bereit. Platzreservierungen werden per E-Mail unter anneclasen@aol.com oder Telefon (0 41 29) 10 21 entgegengenommen.

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