Kliniken werden zur Galerie

Traute Ludwig zwischen Schaf „Molli“ und dem Raubtier „Auf Lauer“.
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Traute Ludwig zwischen Schaf „Molli“ und dem Raubtier „Auf Lauer“.

Gemeinschaftsausstellung von „De Kunstmolers ut Holm“ im Krankenhaus Wedel

shz.de von
14. Mai 2016, 16:00 Uhr

„Kreativität pur“. Unter diesem Titel präsentieren „De Kunstmolers ut Holm“ ihre Vielseitigkeit in 62 Aquarellen und Acrylgemälden. Bis zum 24. Oktober zieren sie Treppenhaus und Gänge in drei Etagen des Regio-Klinikums. Kliniksprecher Sebastian Kimstädt eröffnete die Ausstellung mit einem Loblied auf den Wert der Kunst für Gesundheit und Wohlbefinden, sowohl für Patienten und deren Besucher wie auch für die Mitarbeiter. „Das ist längst auch wissenschaftlich erwiesen. Krankenhäuser werden deshalb immer mehr auch zu viel beachteten Kunstgalerien“, freute sich Kimstädt.

Die „Kunstmolers“ aus der Nachbargemeinde begrüßte der Sprecher mit besonderem Vergnügen: Schließlich liege das Klinikum auf halbem Wege zwischen Wedel und Holm und sei so für beide Kommunen das Krankenhaus vor Ort. Die Maler wiederum hatten schon nach ihrer ersten Ausstellung an der Holmer Straße ihre Verbundenheit mit dem Klinikum unter Beweis gestellt: Sie stifteten eine Bank für den Patientengarten.

Vom Brauch, den Malern bei der Vernissage Blumen zu überreichen, wich Kimstädt ab. Umso größeren Applaus erntete er, als er stattdessen Eintrittskarten für das Arboretum Ellerhoop-Thiensen verteilte. Pflanzen und Blumen waren schließlich ein häufig wiederkehrendes Motiv der ausgestellten Werke. „Was wir ausstellen wollten, war uns völlig freigestellt“, hob Teilnehmerin Helga Meier hervor. Sie ist mit zwei Bildern, „Segler“ und „Muscheln“, dabei. Eigentlich sollte jeder der 15 Kunstmolers fünf Bilder zur Verfügung stellen, führte Bernd Kühl aus. Das haben nicht alle geschafft, deshalb müssen einige leer gebliebenen Wandflächen noch geschmückt werden.

Kühl selbst hat natürlich die fünf vollgemacht. Aber verkaufen will er seine Bilder nicht so gern. Wenn jemand ihn darum bittet, antworte er lieber: „Mal dir doch selber eins.“ Denn malen könne jeder. Das hob auch Elke Ferro-Goldstein vom Kreiskulturverband hervor.

Preise für alle Bilder finden sich dennoch im Katalog. Für 80 Euro sind ein „Kleiner Elefant“ oder ein „Trost“ zu haben, beide von Sonja Dührkohp gemalt. Am oberen Ende der Preisskala rangiert ein Bild von Gastmaler Robert Olshausen: 1250 Euro für einen Stierkampf-Bullen.

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