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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 23:57 Uhr

Klimaschutz als Chance für Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Podiumsdiskussion: EU kontra Kommune?

Alle reden vom Klimaschutz – doch was können wir vor der eigenen Haustür dafür tun? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hatte der Klimaschutzfonds Wedel (KSFW) zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Europa kontra Kommune – Welchen Einfluss kann kommunale Politik noch auf Klimaschutz nehmen?“ in den Ratssaal geladen. Auf dem Podium saßen die Fachsprecher der Parteien und stellten sich den Fragen des KSFW sowie eines etwa 30-köpfigen Publikums. Moderiert wurde die Veranstaltung von KSFW-Vorstand Michael Koehn.

Die Europawahl vor der Tür, herrschte Einigkeit bei den Politikern, dass die Europäische Union (EU) hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, des Friedens und menschlichen Zusammenhalts eine äußerst positive Entwicklung vollzogen habe. „Ich kenne noch die Zeiten, als eine Reise nach Frankreich eine aufreibende Unternehmung war“, so Olaf Wuttke (Foto) von den Grünen.
Ebenfalls einhellig positiv wurden die Bemühungen der EU bewertet, das Energieeinsparungsgesetz (EEG) und den Handel mit Verschmutzungszertifikaten auf einen gemeinschaftlichen Kurs zu bringen. „Das EEG war ein Erfolgsmodell, dass aber nun einer Überarbeitung bedarf“, so Stephan Bakan von der WSI. Stephan Krüger (Foto, Die Linke) mahnte hingegen eine verursachergerechtere Kostenverteilung an, um so den einzelnen Bürgern die Maßnahmen nicht als Bedrohung erscheinen zu lassen.

Auf die Frage Koehns, was für Möglichkeiten für die Kommune Wedel bestünden, aktiv Klimaschutz einzufordern ohne die Wirtschaft zu beeinträchtigen, wussten die Politiker zahlreiche Vorschläge und Hinweise zu geben. So nannten sie zum Beispiel mehr Radwege, weniger Parkplätze und die Elbfähre.


Lokale Wirtschaft könnte profitieren


Auch das Klimaschutzkonzept der Agentur B.A.U.M. für Wedel sei ein Schritt in die richtige Richtung. Michael Schernikau (CDU) erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Klimaschutz auch Chancen für die lokale Wirtschaft beinhalten könnte, wie die Geschichte Wedels – Stichwort AEG – immer wieder gezeigt habe.

Als weitere Themen kamen das geplante Kraftwerk, die Idee des KSFW, mittelfristig in Wedel auf die Ausgabe und Verwendung von Plastiktüten zu verzichten, und die Bestrebung Straßenbeleuchtung sukzessive auf LED-Leuchtmittel umzustellen, zur Sprache. Unterm Strich war Veranstalter Koehn mit dem Abend zufrieden: „Der KSFW freut sich, dass Wedels Politiker sich so intensiv und fundiert mit den Themen auseinandergesetzt haben, zumal es sich bei ihnen allen um ehrenamtlich Tätige handelt.“

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