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30.000 Euro : Klimaschützer subventionieren Wedels Öko-Arbeit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Klimaschutzfonds Wedel löst seine Zahlungszusage für die Umsetzung des Klimaschutz-Konzepts ein. Das Geld fließt in die Finanzierung einer Klimaschutz-Managerin, die ihre Stelle im März antritt.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Wedel | Gesagt, getan: Mit der Billigung des Budgets für 2017 hat der Klimaschutzfonds Wedel während seiner Jahreshauptversammlung die in Aussicht gestellte Förderung zur Umsetzung des Wedeler Klimaschutz-Konzepts verabschiedet. 30.000 Euro fließen für einen Zeitraum von drei Jahren in die Stadtkasse. Faktisch dient das Geld der Finanzierung einer Klimaschutz-Manager-Stelle, die ab Mitte März besetzt wird. Es konnte sich dabei eine weibliche Bewerberin behaupten.

10.000 Euro hat der Verein bereits eingeworben

10.000 Euro hat der Verein bereits an Spenden für die personelle Aufstockung der Verwaltung eingeworben. „Eine schwierige Angelegenheit“, musste Vorsitzender Michael Koehn eingestehen. Dennoch hoffen er und seine Mitstreiter, auch die übrigen 20.000 Euro bei Firmen und Bürgern akquirieren zu können. Dank Rücklagen und finanziell gesunder Grundlage können die Klimaschützer bereits jetzt die  komplette Fördersumme an die Stadt zahlen. Der ursprünglich verhandelte jährliche Fördermodus mit je 10000 Euro sei aufgrund von Eventualitäten wie etwa der Auflösung des Vereins nicht praktikabel, erklärte Koehn. Sollte andersrum der Vertrag mit der neuen Klimaschutz-Managerin vorzeitig aufgelöst werden, fließe das Geld für die Restlaufzeit an den Verein zurück.

Knapp 10000 Euro kalkuliert der Fonds für die Fortsetzung der Projektarbeit zur Förderung von Umweltbewusstsein an Grund- und weiterführenden Schulen. Zudem soll 2017 wieder der Jan-Palm-Preis für besonderes Engagement von Kindern und Jugendlichen in Sachen Klima und Umwelt vergeben werden. Anregungen für die Kandidatenfindung sind ausdrücklich willkommen, so Koehn. Ebenfalls auf der Agenda des Vereins ist das Stadtradeln. Auftakt soll öffentlichkeitswirksam in der Kulturnacht am 20. Mai sein.

Überprüfung der Solaranlage auf dem Rathausdach

Auch Engagement in  eigener Sache ist gefragt: Koehn setzte die Mitgliederwerbung ganz weit oben auf die Prioritätenliste. Wie viele andere Vereine merke auch der Klimaschutzfonds, dass die Bereitschaft für langfristiges und festes Engagement zurückgehe.

Mitgliederwerbung ganz weit oben auf der Agenda „Wir müssen dringend etwas machen, zumal viele von uns nicht mehr jung sind“, so Koehn. Er sehe die Gefahr, dass andernfalls mittelfristig die Handlungsfähigkeit des 1996 gegründeten Vereins nicht länger gegeben sein könnte. Aktuell führt der Klimaschutzfonds 13 Firmen und 31 Einzelpersonen in der Mitgliederkartei.

Noch ein Punkt in der Rubrik „Handlungsbedarf“: die Solaranlage auf dem Rathausdach. Nach Problemen in den vergangenen Monaten will der Klimaschutzfonds eine Überprüfung und technische Dokumentation beauftragen. Koehn gab außerdem zu bedenken, dass der älteste Teil auf der Einspeise-Förderung läuft. Nach 20 Jahren erhalte der Verein nur noch  maximal ein Zehntel der bisherigen Summe. Geld, das auf der Ertragsseite fehlt. Gedankenspiele gingen dabei in Richtung Rathaus selbst: Warum nicht einen Vertrag mit dem Rathaus über direkte Nutzung und Vergütung schließen statt den Strom – insgesamt mit allen Anlageteilen rund 6000 Kilowatt pro Jahr – ins Netz zu speisen, überlegte Fonds-Mitglied Stephan Bakan laut. Koehn sagte zu, Gespräche mit der Stadt aufzunehmen.

Auch Vorstandswahlen standen an: Ohne Gegenstimmen wurden Koehn als Vorsitzender und Wolfgang Heller als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt.

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