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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Juni 2017 | 19:20 Uhr

Klangvolle Kooperation besiegelt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Praxisbezogener UnterrichtJRG und Musikschule heben Projekt Bläserensemble für Fünft- und Sechstklässler aus der Taufe

Ein Band-Projekt, institutionalisiert als Teil des regulären Schulunterrichts: Es sind klangvolle neue Wege, auf denen sich das Johann-Rist-Gymnasium (JRG) und die städtische Musikschule begegnen und künftig gemeinsam gehen. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags haben JRG-Leiter Bertram Rohde und Musikschulleiter Michael Schröder in dieser Woche die Basis geschaffen, auf der am Gymnasium ein Bläserensemble als Frucht eines dezidiert praxisbezogenen Musikunterrichts wachsen soll.

Musiktheorie mit einem Schwerpunkt auf Orchester- und Ensemblespiel gekoppelt an die Möglichkeit, ohne Vorkenntnisse von der Pike auf ein Instrument zu erlernen: Mit dem Schuljahr 2017  /  2018 wollen die Kooperationspartner Fünft- und Sechstklässlern diese Option als Alternative zum herkömmlichen Musikunterricht eröffnen. Drei statt zwei Stunden stehen für dieses Projekt im Stundenplan des JRG-Kollegiums, eine weitere Stunde pro Woche direkt im Anschluss an den regulären Unterricht bestreiten Profi-Musiker der Musikschule. Vier Kräfte stellt Schröder für das Bläser-Ensemble-Projekt ab: für Klarinette, für Saxophon, für Querflöte sowie für Trompete, Posaune und Horn.

Musiktheoretische Inhalte lassen sich über die Praxis noch besser vermitteln, erläutert JRG-Lehrer Reinhard Dingel, Ensemble-Leiter und Mitinitiator, die Idee. Schröder pflichtet ihm bei: „Wer Schwimmbewegungen im Klassenraum gezeigt bekommt, kann noch nicht schwimmen.“ Die Bläserklassen-Schüler dagegen sollen von Beginn an auch zusammen musizieren und schon bald vor der Schulgemeinschaft Auftritte haben, so JRG-Orientierungsstufen-Koordinator Christoph Fleckner.

Blasinstrumente seien dabei besonders geeignet, schnell zu wirkungsvollen Ergebnissen zu kommen, ergänzt Rohde. Wobei sich die Teilnehmer dennoch verpflichten müssen, zwei Jahre bei der Stange zu bleiben. Schröder: „In dieser Zeit erwerben sie ein Grundvermögen auf dem Instrument und sind in der Lage, in einem Orchester oder einer Big Band im Hauptstrom mitzuschwimmen.“ Stichwort Big Band: Genau da möchte Rohde hin, will „an alte JRG-Traditionen anknüpfen“ und die Palette von Chor, Orchester und Band eben wieder um eine Big-Band vervollständigen. Wobei laut Schröder durchaus auch Querverbindungen denkbar seien. „Das Projekt bietet ein hohes Entwicklungspotenzial für unsere gesamte Schullandschaft“, sagt Rohde.

Hochwertige Instrumente least das Gymnasium selbst und vermietet sie an die Schüler. Die Miet-Gebühr ist in den 39 Euro pro Monat, die die Schüler für den neuen Intensiv-Musikunterricht zahlen, enthalten.

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erstellt am 08.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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