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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:29 Uhr

Klage: Quickborn fordert Erdkabel

vom

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Die Stadt Quickborn bereitet eine Klage gegen den Bau der Riesenmasten und ein Baustopp-Eilverfahren vor. Darüber informierten gestern Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und der Hamburger Rechtsanwalt Rüdiger Nebelsieck.

Wie berichtet, wurde Ende April der Planfeststellungsbeschluss für die 380-kV-Freileitung "Hamburg-Nord - Dollern" erlassen. Die Trasse mit den Riesenmasten würde in Quickborn dicht an Wohnbebauung und dem Elsensee-Gymnasium vorbeiführen. "Eine hohe Belastung mit elektromagnetischer Strahlung eines ganzen Ortsteils ist absolut inakzeptabel", sagte der Bürgermeister.

Mit der Klage, die bis zum 26. Mai eingereicht werden muss, versucht die Stadt nun, eine Teilstreckenerdverkabelung auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometer durchzusetzen. In einer umfangreichen Prüfung hat der zuständige Jurist im wesentlichen zwei Hauptpunkte gefunden, die als rechtliche Hebel gegen das Planverfahren angesetzt werden sollen: "Der Vorhabenträger Tennet hat es sich leicht gemacht. Es wurden keine Alternativen geprüft", so Nebelsieck. Der Rechtsanwalt kritisiert außerdem, dass im Energieleitungsausbaugesetz ausschließlich vier Pilotprojekte für Erdverkabelung vorgesehen seien. "Das ist europa- und verfassungsrechtlich nicht in Ordnung", sagte der Jurist, denn auch Quickborn erfülle die Kriterien für eine Erdverkabelung, da die Trasse deutlich weniger als 400 Meter zu den Häusern vorbeiführe. Ein bereits fertig gestelltes Gutachten werde der Klage ebenfalls beigelegt. Darin bescheinigen zwei Professoren die technische und wirtschaftliche Machbarkeit für eine Erdkabellösung in Quickborn.

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