Wedel : Klage gegen Hamburg eingereicht

Mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg sei nicht vor 2016 zu rechnen.
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Mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg sei nicht vor 2016 zu rechnen.

Lärmstreit wegen des Businessparks: Normenkontrollverfahren gegen B-Plan in Rissen läuft. Entscheidung wird 2016 erwartet.

shz.de von
08. August 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Wedel hat das Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan 11 im Hamburger Stadtteil Rissen offiziell eingereicht. Dies bestätigte Justiziarin Angela Gärke im Gespräch. Mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Hamburg sei aber nicht vor 2016 zu rechnen.

Der Hintergrund: An der Stadt- und Ländergrenze prallen zwei schwer vereinbare Bebauungspläne aufeinander. Die Rolandstadt will auf ihrer 18 Hektar großen Fläche ein Gewerbegebiet errichten. 3000 Menschen sollen dort zukünftig Arbeit finden. Der entsprechende B-Plan 88 ist noch in Vorbereitung. Der Bezirk Altona, zu dem Rissen gehört, hat derweil bereits Tatsachen geschaffen und auf seiner Seite der Grenze ein reines Wohngebiet ausgewiesen. Damit unterläge das Wedeler Gewerbegebiet strengeren Lärmschutzauflagen, was die Einnahmen schmälern könnte.

 

Bekommt die Rolandstadt mit ihrem Normenkontrollverfahren Recht, würde der B-Plan in Rissen hinfällig. „Dieser Fall wird uns noch eine Weile beschäftigen“, betonte Gärke. Das Oberverwaltungsgericht in der Hansestadt müsse zahlreiche Unterlagen sichten, die Gegenseite ihre Position darlegen.

Im März hatten sich Vertreter aus Wedel und Altona getroffen, um den Weg vor Gericht abzuwenden. Ohne Erfolg. Der Hamburger Bezirk beharrte darauf, das ruhige Wohnquartier und die Rissener Feldmark zu schützen. Wedel hält dagegen: Wo der Businesspark entstehen soll, habe vorher die Erdölraffinierie deutlich mehr Emissionen verursacht als die jetzt geplanten Gewerbe.

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