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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. November 2017 | 16:03 Uhr

Klänge voller Demut und Freude

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kantorei, Vokalensemble und Orchester der Christuskirche boten eine glanzvolle Aufführung der Bach’schen Johannespassion

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Das lange Proben hatte sich gelohnt. Einen glanzvollen Auftritt erlebten am Sonntagabend die zahlreich erschienenen Zuhörer in der Christuskirche. Kantorei und Vokalensemble hatten zu Johann Sebastian Bachs Johannespassion eingeladen. Die anwesenden Gäste erlebten unter der Leitung von Kantor Freimut Stümke eine Wiedergabe des oratorischen Werks, die vor Ausdrucksstärke und Spielfreude ergreifend strahlte.

Insgesamt ließ die Leistung des Chors, des Orchesters und der Solisten an diesem Nachmittag nichts zu wünschen übrig. Bereits der Eingangsteil „Herr, unser Herrscher“ bewegte das Auditorium. Mit klaren und kräftigen Stimmen, die in jeder Lage auf den Punkt kamen, erfüllte der Chor das Kirchenschiff mit Klängen voller Demut und Freude zugleich. Die paarigen Oboen bestimmten zunächst ausdrucksstark die Stimmung. Später folgten einfühlsam die übrigen Streicher und Bläser des Orchesters und glänzten im solistischen Spiel.

Wesentlichen Anteil am prägenden musikalischen Eindruck hatten nicht zuletzt wegen ihrer gesanglichen Qualitäten die fünf Solisten. Allen voran Joachim Duske (Tenor), der als Evangelist die eindrucksvolle Rolle innehatte, den erzählerischen Teil des Bach’schen Textes darzustellen. Iris Stümke, Sopran, und Gesine Grube, Alt, bezauberten in den Arien mit ihren wohlklingenden Stimmen. Paul Möllmann, der die Jesusworte sang, und David Czismar bestachen, jeder auf seine ihm eigene Art, mit ihrem stimmgewaltigen Bass.

Knapp ein Jahr hatten die Vorbereitungen und Proben zu dieser Aufführung in Anspruch genommen. Ein großes Stück Arbeit, das alle Beteiligten extrem gefordert hatte. „Passionen sind dazu da, unseren Glauben zu stärken und uns in Gedanken Gott und Jesus zu nähern“, kommentierte Kantor Stümke sein Engagement. „Und die Johannespassion passt einfach gut in unsere gegenwärtige Zeit.“

Echte Freude und berechtigter Stolz standen Kantor Stümke denn auch ins Gesicht geschrieben, als die Aufführung nach zwei Stunden zu Ende ging. Ohne Applaus, denn das hatten sich die Künstler angesichts des Themas und der Umgebung ausgebeten. Stattdessen wurde abschließend noch ausgiebig vorm Gotteshaus Resümee gehalten.

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