zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

23. September 2017 | 15:04 Uhr

Wedel : Kita-Kosten gehen rauf – erst einmal

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die sowieso schon hohen Kita-Gebühren werden in Wedel zum 1. August noch einmal angehoben, turnusgemäß.

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 14:00 Uhr

Wedel | Die sowieso schon hohen Kita-Gebühren werden in Wedel zum 1. August noch einmal angehoben, turnusgemäß. Das beschlossen die Kommunalpolitiker im jüngsten Bildungsausschuss mit großer Mehrheit. Und mit Zähneknirschen. Denn eine weitere Belastung der Eltern wollten die Fraktionen eigentlich nicht. Um aber den Automatismus einer jährlichen Anpassung an den Lebenshaltungskostenindex zu durchbrechen und um die politische Entscheidungshoheit über das Thema wieder zurückzugewinnen, war die Zustimmung zur neuen Beitragssatzung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause nötig. Im zweiten Halbjahr soll das Problem der Kitafinanzierung dann wieder auf die Tagesordnung kommen. Mit belastbaren Zahlen und, wenn möglich, mit einer Gegenfinanzierung für die jetzige einprozentige Angleichung, die dann wieder zurückgenommen werden soll.

Die Verwaltung hatte die Gebührenerhöhung, die als Empfehlung des Kreises über die Beitragssatung weitergegeben wurde, als Mitteilungsvorlage in den Ausschuss eingereicht. Ein Antrag der SPD wollte sie in eine Beschlussvorlage umwandeln. „Um uns aktiv dazu verhalten zu können“, erklärte Heidi Keck. „Wollen wir die Belastung an Eltern weitergeben oder wollen wir, dass die Stadt übernimmt?“ Die Frage müsse wieder kommunalpolitisch entschieden werden.

Petra Kärgel zog da mit. Die Grüne kritisierte die Formel, mit der die automatische Gebührenerhöhung errechnet wird. Es werde nicht der jahresdurchschnittliche Verbraucherpreisindex, sondern der viel höhere des Monats Dezember genommen. Darüber hinaus sei die Formel intransparent. Von 1998 bis 2017 habe sich ein Ganztagsplatz im Elementarbereich um 78 Euro verteuert, rechnete Kärgel vor. Fachbereichsleiter Burkhard Springer kannte die aktuellen Zahlen: Etwa 70  000 Euro mache die jüngste Erhöhung für Wedel aus, sagte er. Über die Gegenfinanzierung hinaus müssten auch noch weitere Facetten des Themas wie Schulsozialarbeit und Schulkindbetreuung in den Blick genommen werden, forderte Peter Heinze von der FDP. Zudem gehöre die Finanzdiskussion in die Haushaltsvorbesprechung.

Auf eine praktikable Antrags-Lösung kam dann Stephan Barkan (WSI). Der Ausschuss solle die Beitragsordnung beschließen und die Mitteilungsvorlage als Begründung anhängen. So sei die Voraussetzung für eine neuerliche Beratung des Themas geschaffen. Nur Detlef Murphy (Linke) und Gudrun Jungblut (Grüne) wollten bei diesem Dreh nicht mitgehen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen