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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 14:31 Uhr

Heist : Kiffer, Diebe und Graffiti

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

TSV-Chef Stefan Krüger und Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) sind sauer und bitten um Mithilfe.

Stefan Krüger ist sauer: „Chaoten machen sich bei uns breit.“ Was den Vorsitzenden des TSV Heist auf die Zinne bringt, sind zwei Einbrüche, Graffiti sowie Marihuana rauchende Jugendliche. „Es bringt mich auf die Palme, dass sich am Sportplatz und an der Skateranlage eine Drogenszene breit macht und gekifft wird, unsinnig Kinder vertrieben werden.“

Was ist geschehen? Der Jubel war groß, als am Sportplatz an der Hamburger Straße Ende September 2013 die mit EU-Mitteln geförderte 70 000 Euro teure Skateranlage eingeweiht werden konnte. Dort entwickelte sich ein neuer Treffpunkt – aber zum Bedauern von Krüger nicht nur für Skater-Kids und deren Bewunderer. Der erste Einbruch in einen Container erfolgte im Oktober 2013. „Aus dem Kühlschrank wurden Süßigkeiten und ein alter Laptop der Fußballer samt Daten geklaut“, berichtet Krüger. Der nächste Einbruch ließ nicht auf sich warten – diesmal drangen bisher noch Unbekannte in die TSV-Räume ein. Die drückten in der Zeit von Montag, 6. Januar, 21 Uhr bis Dienstag, 7. Januar, 9 Uhr auf der Gebäuderückseite ein Fenster ein (wir berichteten). Den entstandenen Schaden beziffert Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) auf etwa 800 Euro. Bezahlen muss die Versicherung. Nicht gedeckt hingegen ist der Schaden durch Aufbrüche von Schränken des DRK Heist. Dafür werde es aber auch eine Lösung geben, verspricht Neumann. „Wir haben eine anonyme Spende bekommen, die können wir da einfließen lassen“, sagte er gestern am Tageblatt-Telefon.

Auch Graffiti-Schmierereien gab es bereits. Die Täter – zwei strafunmündige Kinder unter 14 Jahren – konnten von der Polizei ermittelt werden. Ihre Strafe: Sie mussten kräftig schrubben. „Wir bringen alles konsequent zur Anzeige“, betont Neumann. Er hofft, dass sich das Thema Schmierereien im Frühjahr erledigt. Der Bürgermeister hat einen Sponsor gefunden, mit dessen Hilfe ein Profi-Sprayer engagiert werden kann. „Es gibt einen Ehren-Codex, dass Graffiti von anderen Sprayern nicht zerstört werden“, weiß er. Neben der für die Strom-Versorgung zuständigen Ortsnetzstation soll dann auch die Seitenfront der Skaterbahn verschönert werden, unter anderem mit dem Heistmer Wappen.

Besonders sauer ist der TSV Chef über einen Vorfall am Reformationstag, 31. Oktober 2013, an dem inzwischen viele Kindern und Jugendliche Halloween feiern – auch mit negativen Auswüchsen. „Da gab es eine Eier-Attacke“, schimpft Krüger. Fünf Jungen im Alter von zehn bis zwölf Jahren wurden so malträtiert, dass sie das Weite suchten.

Damit sich solche Szenen nicht noch einmal abspielen und auch die Jüngeren sich an den Sportanlagen sicher fühlen, fährt der TSV-Chef nun abends öfter zur Kontrolle vorbei. Gemeinsam mit dem Bürgermeister bittet er um Wachsamkeit und ruft Spaziergänger sowie Gassi gehende Hundebesitzer auf, ebenfalls aufmerksam zu sein. Wer etwas Ungewöhnliches bemerkt, kann sich bei Krüger unter Telefon (01 51) 50 61 41 63 oder bei Bürgermeister Neumann (01 71) 5 56 66 00 melden.

Bei der Polizei und der ATS-Suchtberatungsstelle Tornesch sind über kiffende Jugendliche bisher keine Hinweise eingegangen. „Wir fahren dort Streife, haben bisher aber nichts festgestellt“, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Hinweise zu den Einbrüchen nimmt die Kripo Pinneberg unter Telefon (0 41 01) 20 20 entgegen.

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erstellt am 24.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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