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Debatten um Ausbau des Betreuungsangebots : Keine Kita an der Moorwegschule

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Politik schließt Standort für Neubau aus. Verwaltung soll kleinere Grundstücke prüfen. Hoffen auf Bauprojekt der katholischen Kirche.

Der Wille zum Kita-Neubau ist in den Wedeler Fraktionen vorhanden, doch die Standortfrage ist noch lange nicht geklärt. Das von der Verwaltung favorisierte Areal am Breiten Weg, auf dem Bolzplatz neben der Moorwegschule, wird es aber nicht werden. Sowohl der Planungs- als auch der Bildungsausschuss machten bei ihren Sitzungen in dieser Woche klar, dass die Bedenken zu groß sind. Anfang März hatte Schulleiterin Sabine Foßhag deutlich gemacht, dass der Bolzplatz für den Schulbetrieb sehr wichtig sei. Auch ohne Abstimmung war die Botschaft an die Verwaltung eindeutig – die Suche geht also weiter.

Auch die ebenfalls in Betracht gezogene Fläche im Bereich Wiede wollte keine rechte Begeisterung bei den Politikern wecken. Die Grünen halten den dortigen Grünzug für wichtig, die CDU kritisierte die schlechte Anbindung ans Stadtgebiet. SPD und FDP erschien diese Möglichkeit noch am geeignetsten.

Im Rathaus hat man mittlerweile drei weitere Flächen zur Diskussion gestellt. Es handelt sich dabei zum einen um zwei weitere Bolzplätze, einen an der Pestalozzischule und ein weiterer an der Straße „In de Krümm“. In beiden Fällen wäre die Grünfläche allein zu klein, es müsste jeweils ein nahegelegener Spielplatz mitgenutzt werden. Auch ein weiteres Grundstück am Jungfernstieg ist nach Meinung der Verwaltung mit zirka 2300 Quadratmetern eigentlich zu klein.

Angesichts dieser Platzprobleme schlugen einige Ausschussmitglieder vor, den Hebel an dieser Stelle anzusetzen. „Wenn wir mehr in die Höhe bauen, könnten vielleicht neue Flächen in die Auswahl kommen“, so Ratsfrau Heidi Keck (SPD). Auch Petra Kärgel (Grüne) und Barbara Kautz (Linke) wollen lieber auf einem kleineren Grundstück mehr Stockwerke hochziehen. Auch kreative Lösungen wie das Anmieten von Räumen stellten die Politiker zur Diskussion. Grundsätzlich hinterfragten die Fraktionen, ob die geplante Kita-Größe von 130 Kindern auf einem 3500 Quadratmeter großen Grundstück überhaupt nötig sei.

Ein Ass hat die Stadt bei ihren Planungen noch im Ärmel. Der angedachte Kita-Neubau der katholischen Kirche stockt zwar derzeit, könnte aber weiterhin verwirklicht werden. Burkhard Springer, Fachdienstleiter Bildung: „Wir rechnen damit, im Mai einen neuen Sachstand zu erhalten.“ Geplant war ein Ausbau der bestehenden Kita an der Feldstraße auf einer Grünfläche auf der anderen Straßenseite. Die Verwaltung wird weiterhin alternative Grundstücke prüfen. Sollte die katholische Gemeinde Wedel ihr Projekt umsetzen, könnten Verwaltung und Politik einen kleineren Neubau ins Auge fassen.

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erstellt am 15.Apr.2016 | 15:00 Uhr

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