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Formaldehyd in der Risthütte : „Keine Gefahr im Verzug“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Grüne schlagen Alarm nach Raumluft-Gutachten.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2013 | 16:00 Uhr

Eine Raumluftmessung in der Risthütte hat Wedels Grüne alarmiert: „Wir sind in Sorge um die Kita-Kinder“, sagte Petra Kärgel während der jüngsten Ratssitzung. Grund sind Schadstoffbelastungen, die bei der Messung festgestellt wurden. Unter anderem seien 0,07 ppm Formaldehyd nachgewiesen worden. 0,08 ppm sei laut Weltgesundheitsorganisation bereits besorgniserregend. Kärgel wies darauf hin, dass an fünf Wochentagen 20 Kinder der Kita Regenbogen in der Risthütte betreut würden und stellte Richtung Verwaltung die Frage: „Wo sieht die Stadt die Grenzwerte zum Wohl der Kinder und wie sollen diese sichergestellt werden?“

Kärgel berichtete ebenfalls, dass der Einbau eines neuen Fensters, das Stoßlüften ermögliche, geplant sei. „Gibt sich die Stadt damit zufrieden?“, wollte die Grünen-Ratsfrau wissen. Schließlich sei damit der Grund der Luftbelastung nicht aus der Welt. Es müsse ein weiteres Gutachten geben, zumal die Heizperiode ins Haus stehe, sagte Kärgel. Bürgermeister Niels Schmidt empfahl, dass der Fachausschuss sich des Themas annehmen möge. Was die Grenzwerte angeht, nahm er allerdings den Ball direkt auf: Da gebe es klare gesetzliche Bestimmungen.

Und diese seien eingehalten, so der zuständige Fachdienstleiter Burkhard Springer auf Tageblatt-Nachfrage. Gemeinsam mit der Kita-Leitung, der Kirche als Träger und dem Umweltamt habe man sich des Themas angenommen und wolle an die Ursachensuche gehen. „Es ist jedoch keine Gefahr im Verzug und auch kein Anlass da, über eine Schließung nachzudenken“, so Springer.

Kita-Leiterin Ines Rathje erklärte am Tageblatt-Telefon: Die Messung sei bereits Ende des vergangenen Kitajahrs erfolgt – weil man auf Grund des Raumgeruchs angenommen hatte, dass Schimmel in der Luft liegt. Dies konnte ausgeschlossen werden. Anlass für einen Alarm seien die Messergebnisse nicht, sagte Rathje weiter – „sonst hätten wir Auflagen bekommen und längst selbst gehandelt“. Mit dem Wissen um die Schadstoffe solle nun jedoch nicht nur gründlich gelüftet, sondern auch weiter nach Ursachen geforscht werden.

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