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Wedel : Keine bargeldlose Zahlung von Parkgebühr

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Verwaltung hat bargeldlose Zahlung per Handy geprüft – und verworfen. Stadt sieht „gute Akzeptanz“ der aktuellen Praxis.

Wedel | Es war ein Kritikpunkt der ersten Stunde an Wedels Parkgebühr: Die Zahlung funktioniert nur bar, mit Münzen und passend. Wechselgeld? Fehlanzeige. Von bargeldlosen Varianten der Gebührenzahlung ganz zu schweigen. Ein halbes Jahr nach Einführung zum August 2014 forderten CDU und Kaufleute Nachbesserung in dieser Hinsicht. Jetzt stellte die Stadt das Ergebnis entsprechender Prüfungen vor. Ergebnis: Alles bleibt wie es war. Nix mit mehr Komfort.

Den hatten die Christdemokraten Anfang März dieses Jahres vermisst und die Verwaltung beauftragt, etwa Möglichkeiten der Zahlung per Handy auszuloten. Auch bei Wedels Werbegemeinschaft der Innenstadt, die der Gebühr von Beginn an kritisch gegenüberstand, war der Tenor: Wenn schon keine Rücknahme der Zahlungspflicht, dann doch zumindest eine komfortablere Praxis. Bezahlung lediglich mit Münzen und ohne Wechselgeld – von Innenstadt-Kaufleutechef Jan Lüchau gab’s dafür die Note „mangelhaft“. Was blieb, war Hoffnung – bis jetzt.

„Aufgrund des Prüfergebnisses ist vorgesehen, das so genannte Handy-Parken nicht einzuführen“: So lautet das Fazit einer Mitteilungsvorlage des Fachdienstes Ordnung und Einwohnerservice für die Politik.

Mindereinnahmen befürchtet

Grund ist zum einen das Geld. Es werde davon ausgegangen, dass Aufwendungen und Mindereinnahmen nicht durch höhere Gebührenzahlungen gedeckt werden, heißt es seitens der Verwaltung. Die Kalkulation dazu: Bei einer Zahlung per App-Verfahren, das die Stadt gegebenenfalls empfehlen würde, lägen die Kosten pro Jahr bei rund 5000 Euro. Hinzu kämen zwischen 7000 und 13    000 Euro für technische Umstellungen bei der Verkehrsüberwachung. Einschätzung der Verwaltung dazu: Handy-Parken würde den Kontrollaufwand erheblich erhöhen. Fahrzeuge ohne Parkschein müssten in jedem Einzelfall mit den Datenbanken des Betreibers abgeglichen werden. „In Folge dessen werden die Verwarnungen spürbar zurückgehen“, heißt es in der Mitteilung.

Andersrum zeige die Erfahrung, dass es zwischenzeitlich eine gute Akzeptanz der Parkgebühren bei den Autofahrern gegeben sei, so Verwaltung. Auch Rückmeldungen der Verkehrsüberwacherinnen würden zeigen: Zahlung mit dem mobilen Telefon sei nicht erforderlich. Wörtlich steht außerdem in dem Papier: „Die anfänglichen Schwierigkeiten hinsichtlich der Kleingeldproblematik treten nur noch selten auf.“

Planungsausschusschef Michael Schernikau (CDU) erinnerte daran, dass die Automaten in fünf Jahren abgeschrieben seien. In zwei Jahren solle das Thema im Sinne größtmöglichen Komforts bei der Zahlung wieder auf die Tagesordnung kommen.

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erstellt am 06.Okt.2015 | 12:30 Uhr

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