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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 23:54 Uhr

B431-Knoten : Kein Platz für Radstreifen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die SPD kritisiert die aktuelle Ausbau-Planung.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Wedel | Der ADFC hatte es früh moniert. Passiert ist nichts. In der Vorlage für den Satzungsbeschluss zum B-Plan, der den Weg freimachen soll für die Ertüchtigung der Einmündung der Industriestraße in die Rissener Straße, ist von einem Radstreifen in Richtung B  431 keine Spur zu finden. „Befremdlich“, so das Urteil der Sozialdemokraten. „Wir sind überrascht, dass die Verwaltung uns so einen Plan vorlegt“, sagte SPD-Ratsherr Manfred Eichhorn bei der Beschlussfassung. Seine Partei stimmte mit den Linken gegen die Vorlage. Sie blieben allein und scheiterten mit dem Versuch, doch noch einen Radweg in die Planung aufnehmen zu lassen.

Die mangelnde Breite lasse einen Radstreifen nicht zu: Mit diesem Argument sei die Einwendung im Zuge der Abwägung beantwortet worden, erinnerte Eichhorn: „Seit Jahren reden wir über Radwege und die Reduzierung des innerstädtischen Verkehrs, und nun heißt es einfach, das ist nicht breit genug? Die Verwaltung hätte die verdammte Pflicht gehabt, die Breite so auszulegen, dass es geht.“ Die Stadt hätte zu diesem Zweck von Hamburg mehr Gelände kaufen müssen, so Eichhorns Vorwurf.

Die Replik übernahm Olaf Wuttke, Fraktionschef der Grünen. Seine Partei habe sich intensiv mit dem ADFC-Vorschlag beschäftigt. Problem sei die Grenzlage zu Hamburg und die Bundesforschungsanstalt direkt an der Industriestraße: Da habe die Stadt keinen Einfluss, so Wuttke.

Der Grünen-Fraktionschef gab zudem zu bedenken: „Kaum ein Radfahrer wird aus Richtung Businesspark unten an der B  431 landen. Sie werden die Industriestraße Richtung Rissen und Wedel früher verlassen, über die Brünschenwiesen oder Feldstraße und Kronskamp.“ Die Grünen seien für eine Verbesserung des Radverkehrs. „Aber dies ist einer der am wenigsten geeigneten Orte, um damit anzufangen“, so Wuttke.

Linke: Die Situation ist und bleibt gefährlich

Die Einmündung sei ein Nadelöhr und das Ergebnis der Planung nicht unbedingt wie gewünscht, sagte Planungsausschusschef Michael Schernikau (CDU). „Aber dies ist der Situation geschuldet.“ Eben diese Situation sei für Radfahrer gefährlich, so Linke-Fraktionsvorsitzender Detlef Murphy. „Und sie wird durch den vorgelegten Plan nicht ungefährlicher.“ Dies sei die erste Möglichkeit nach der Strategieentscheidung, die Radwege zu verbessern – „und nun versagen wir dem Bürger diese Möglichkeit“, insistierte Eichhorn. Ohne Erfolg.

Die Ertüchtigung soll sich Mitte 2018 an den Ausbau der B431 anschließen. Wie im Tip-Tageblatt berichtet, wird Mitte 2017 mit dem Abschnitt Industriestraße bis Lüchau begonnen und nach dem Winter von Lüchau bis Croningstraße fortgesetzt. In den Bauphasen fließt der Verkehr jeweils einspurig nur aus Richtung Hamburg nach Wedel. In der Winterpause werden beide Spuren geöffnet.

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