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Das Land winkt ab : Kein günstiger Wohnraun in Wedel

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bebauungsplan 27d „Geestrand“: Das Neubauvorhaben an der Holmer Straße wird auch nach erneuter Umplanung nicht genehmigt.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Wedel | Erneute Absage aus Kiel für das Wohnungsbauvorhaben zwischen Geestrand und Holmer Straße, wo Wedel auf günstigen Wohnraum hofft. Laut Verwaltung lehnt die Landesplanung auch den bereits zum wiederholten Mal überarbeiteten Entwurf für das Grundstück nordwestlich des Rudolf-Kinau-Wegs ab. Nicht grundsätzlich, sondern aufgrund der Mietpreisgestaltung für die Häuser auf der südlichen Teilfläche.

Der aktuelle Stand: Zwei Grundstückseigner wollen auf 2,5 Hektar unterschiedliche Konzepte realisieren. Im südlichen direkten Anschluss an den Siedlungsrand sollen sogenannte Townhouses entstehen – Reihenhäuser als Mietobjekte mit gedeckelten Mieten. Im nördlichen Teil sieht der Eigner klassisch sozial geförderten Geschosswohnungenbau vor. Laut Bauamt ist insgesamt die Rede von 60 bis 80 Wohneinheiten. Problem dabei: die Reihenhäuser. Laut Verwaltungsvorlage liegt die anfängliche Miethöhe bei 8,75 Euro pro Quadratmeter. Ein Preis, der sich zwar unter dem üblichen Marktniveau im Hamburger Randgebiet bewege, aber eben deutlich höher liege als beim sozialen Wohnungsbau, so die Kritik der Landesplanung.

Die hatte eben den öffentlichen geförderten Wohnungsbau als Bedingung für die Zustimmung zum B-Plan genannt . Moniert wird nun zudem die Möglichkeit einer Mietpreissteigerung, die zwar unter der gesetzlichen Höchstgrenze, aber wiederum über der Steigerungsmöglichkeit beim Sozialwohnungsbau liege. Auch werde eine nachhaltige Sicherung von eventuell anfänglich bezahlbarem Wohnraum bezweifelt, heißt es in der Vorlage. Konsequenz: kein grünes Licht.

Dass das Land zustimmen muss, begründet sich in den Ausweisungen des aktuellen Flächennutzungsplans und des Regionalplans. Danach liegt das Areal im Außenbereich und kann nicht als Bauland genutzt werden. Trotz mehrerer Vorstöße aus Wedel seit Mitte der 2000er Jahre ist die Landesplanung lange gar nicht von ihrer Auffassung abgerückt, dass ein Bauvorhaben mit den geltenden Abgrenzungen zum Siedlungsraum kollidiert. Versuche Wedels, ein Zielabweichungsverfahren oder die Teilfortschreibung des Regionalplans zu erwirken, waren gescheitert. Zuletzt hatte das Land eingelenkt und Zustimmung für eine Abrundung des Siedlungsraums unter Bedingungen signalisiert.

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