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Ja zum Pontonbau : Kehrtwende: Der Traditionsschiffsanleger kommt

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hinter verschlossenen Türen haben die Fraktionen mehrheitlich den Bauauftrag für den Traditionsschiffsanleger abgenickt.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2017 | 10:00 Uhr

Wedel | Rolle rückwärts im Planungsausschuss: Hinter verschlossenen Türen haben die Fraktionen mehrheitlich den Bauauftrag für den Traditionsschiffsanleger abgenickt. Dies erklärte auf Nachfrage der stellvertretende Ausschussvorsitzende Olaf Wuttke (Grüne), der die Sitzung geleitet hatte. Damit dürfte einer Realisierung noch im laufenden Jahr nichts mehr im Wege stehen.

Noch vor einem Monat hatte die Politik den Pontonbau auf Eis gelegt. Grund war eine erneute Verteuerung des Projekts. Statt 400  000 Euro musste die Verwaltung für den Bau des Pontons und die notwendige Verfüllung von Vertiefungen im Untergrund plötzlich 560  000 Euro veranschlagen. Die Ausschreibung hatte kein günstigeres Angebot ergeben. Die Fraktionen zogen daraufhin die Reißleine und wollten wissen, ob die zugesagte Förderung auch fließt, wenn der Bau auf 2018 verschoben wird.

Es war offenbar die Antwort auf diese Frage, die nun den Ausschlag für den Baubeschluss gab. Nach Tageblatt-Informationen soll nur einer der beiden Fördergeldgeber – die Aktiv-Region Pinneberger Marsch und Geest sowie die Metropolregion Hamburg – signalisiert haben, dass auch 2018 Geld fließt. Rund ein Drittel der veranschlagten Bausumme kommt aus besagten Töpfen.

Kosten seit 2015 fast verdreifacht

2015 war das Projekt Bau eines Pontons für Traditionsschiffe erstmals öffentlich vorgestellt worden. Seinerzeit wurden für die Planung 44.000 Euro veranschlagt. Für den Bau des Betonschwimmkörpers selbst wurden rund 200  000 Euro kalkuliert. Im vergangenen Jahr dann der erste Kostenschock: Eine notwendige Untergrundsicherung sowie eine Wasserversorgung führte zu einer Verdoppelung der Baukosten auf 398.000 Euro.

Eine Summe, die sich aufgrund des anhaltenden Baubranchenbooms ebenfalls nicht halten ließ, wie Wedel seit der Ausschreibung weiß. Erster maritimer Oldtimer, der Interesse am neuen Anleger anmeldete, ist der Ewer „Gloria“. Das Elmshorner Traditionsschiff wird zum Hafenfest wieder in Wedel festmachen und Fahrten anbieten.

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