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Veranstalter sind enttäuscht : Kaum Besucher beim Tribal-Festival in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

30 Gruppen zeigten ihr Können vor nur etwa 70 Besucher anwesenden Besuchern – viele davon als Tänzerinnen-Begleitung.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2015 | 12:30 Uhr

Wedel | „Leider wird die Veranstaltung von den Wedelern noch nicht ganz so toll angenommen“, stellte Annette Möller, Organisatorin des dritten Tribal-Festivals „Op de Deel Reloaded“ im Ernst-Barlach-Saal, etwas ernüchtert fest. Mehr als 100 Tänzerinnen waren aus dem gesamten Norden, Berlin und Hannover in die Rolandstadt gereist, um ihr Können im American Tribal Style zu präsentieren. 30 verschiedene Gruppen zeigten ihre Interpretationen des ursprünglich amerikanischen Gruppentanzes, der verschiedene Elemente des orientalischen Tanzes vereint. Allerdings waren nur etwa 70 Besucher gekommen – viele davon als Tänzerinnen-Begleitung.

„Vielleicht können die Wedeler mit Tribal-Tanz noch nichts anfangen“, mutmaßte Möller. Dabei hatte sie sich zusammen mit Mitveranstalterin Susanne Lohse höhere Ziele gesetzt: „Wir wollten den Saal eigentlich vollbekommen und hatten auf 200 Besucher gehofft.“ Doch auch bei den Workshops für die Teilnehmerinnen hielt sich das Interesse in Grenzen. Arzo Carina Renz schulte die Teilnehmer zum Thema „Bühnenmakeup“. Josefine Wandel hatte den Kursus „Indian Fusion Dance“, eine Verbindung von indischen Tanzstilen aus dem klassischen Bereich, dem Volkstanz und verschiedener Nomadenkulturen mit Tribal Fusion Dance, angeboten. „Sie ist eine der führenden Dozentinnen in diesem Bereich. Daher ist es schade, dass es eine so geringe Resonanz gab“, sagte Möller. Lohse ergänzte: „Es macht uns schon ein wenig traurig, dass die Workshops nicht so angenommen wurden, weil wir viel Arbeit investiert haben.“

Bei einigen der wenigen Besuchern sorgte die Verlegung des Showbeginns um eine Stunde für Unverständnis. „Wenn schon so wenige Leute da sind, sollte man diese nicht noch warten lassen“, sagte ein Besucher. „Das hatte organisatorische Gründe“, erläuterte Lohse. Auf der Webseite hatten die Veranstalterinnen kurzfristig die Änderung mitgeteilt. Auf den Plakaten stand allerdings noch die alte Zeit. Die Tänzerinnen nutzen die Zeit, um sich beim Bazar und dem Flohmarkt im Foyer der Schule mit neuen Accessoires einzudecken. Darauf werden sie 2016 vielleicht verzichten müssen. „Wir werden uns aufgrund des geringen Zuspruchs Gedanken machen, ob wir das Festival vielleicht nur alle zwei Jahre ausrichten. Der Aufwand für uns ist doch sehr hoch“, so Möller.

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