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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. November 2017 | 09:19 Uhr

Wasserschutzzug : Katastrophenübung auf der Elbe

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft trainiert Personensuche und Wasserrettung im Tonnen- und Yachthafen.

Wedel | „Vermisste Personen im Wald am Yachthafen vermutet.“ So lautete die Einsatzdepesche für die Katastrophenschutzhelfer des Wasserschutzzugs aus dem Kreis Pinneberg bei ihrer Übung in der Rolandstadt. Insgesamt 24 Stunden lang trainierten die ehrenamtlichen Helfer ihre Kompetenzen in der Wasserrettung.

„Bei der Suche nach einer vermissten Person waren neben der Einsatztaktik vor allem Orientierung und Koordination der Einsatzkräfte gefordert“, sagte Jochen Möller, Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Wedel. Von Wasser und vom Land wurde das Gebiet abgesucht bis die Aufgabe gelöst war. Doch kaum hatten sich die Helfer wieder im Tonnenhafen eingefunden, gab es den nächsten Alarm. Nach einer Kollision zwischen einem Frachtschiff und einer Gruppe von Paddlern galt es, Menschenleben zu retten. „Da die zur Übung vermissten Personen sowohl noch im Wasser, als auch aus eigener Kraft das Land erreichen konnten, verteilte sich das Einsatzgebiet über einen großen Korridor“, erläuterte Möller. Beim Einsatz der Rettungsboote zur Suche und Rettung der Vermissten, wurden auch zwei Sidescansonare eingesetzt, mit denen Personen unter Wasser geortet werden können. Da sich einige Personen schwimmend, aber verletzt an Land westlich des Hamburger Yachthafens retten konnten, musste außerdem das dortige kleine Waldstück abgesucht werden. Gegen Ende der Übung konnten alle vermissten Personen gefunden und gerettet werden. Das war der Abschluss der 24-Übungseinheit in Wedel.

In den realistischen Trainigsszenarien mussten die Helfer die Kenntnisse einsetzen, die am ersten Übungstag geprobt worden waren. Fünf Stationsübungen mussten die Ehrenamtlichen absolvieren. Bei diesen ging es vor allem um das Überprüfen einzelner Fähigkeiten, die im Katastropheneinsatz auf dem Wasser erforderlich sind. Außer dem zügigen zu Wasser bringen von Rettungsbooten verschiedener Typen und dem Einsatz von technischem Rettungsgerät, die bei Havarien und Evakuierungen zum Einsatz kommen, gehörten auch Sanitätseinsätze auf dem Wasser oder die Absicherung von Einsatzstellen und Helfern zum Trainingsprogramm. In einem Planspiel wurden außerdem die einsatztaktischen Fähigkeiten der Einsatzkräfte gefordert.

Auch Kenntnisse in Wiederbelebung wurden von den Helfern gefordert und aufgefrischt.
Auch Kenntnisse in Wiederbelebung wurden von den Helfern gefordert und aufgefrischt. Foto: Dustin Maack
 

„Die 24-Stunden-Übung konnte erfolgreich absolviert werden und hat vor allem die hohe Einsatzbereitschaft und Kompetenz der Rettungsschwimmer unter Beweis gestellt“, bilanzierte Möller. Der Wasserrettungszug ist eine Katastrophenschutzeinheit des Landkreises Pinneberg. Er kommt im Katastrophenfall und bei größeren Schadenlagen zum Einsatz. Seine Aufgaben sind dabei Menschen- und Tierrettung aus Wasser- und Eisgefahren, sanitätsdienstliche Versorgung auf dem und am Wasser, Sachgüterbergung aus Wasser- und Eisgefahren, Evakuierungen in Überflutungsgebietenm Tauchaufgaben sowie schwimmerischer Einsatz in stark strömenden Gewässern. Die Einsatzkräfte sind ehrenamtlich verpflichtete Katastrophenschutzhelfer. Außer diesem Dienst verrichten sie in einer der vielen Ortsgruppen der DLRG im Kreis Pinneberg und Norderstedt noch weitere Einsatzdienste vor Ort.

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