Jahresausblick 2015 : Karl-Heinz Weinberg, Bürgermeister in Moorrege im Interview

Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) setzt auf langsames Wachstum.
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Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) setzt auf langsames Wachstum.

Jahresausblick 2015 der Bürgermeister aus Marsch und Geest: Karl-Heinz Weinberg (CDU) will weiterhin niedrige Steuern.

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14. Januar 2015, 14:15 Uhr

Moorrege | Was erwartet die Menschen in Marsch und Geest im Jahr 2015? Die Bürgermeister geben einen Ausblick auf die Entwicklungen ihrer Gemeinden. Karl-Heinz Weinberg (CDU) aus Moorrege setzt weiter auf niedrige Steuersätze und die Beibehaltung des ländlichen Charakters seiner Gemeinde.

Seit mehr als zehn Jahren gibt es in Moorrege keine Steuererhöhungen. Wie machen Sie das?
Karl-Heinz Weinberg:
Die Gemeinde Moorrege bemüht sich seit Jahren um eine vernünftige und sparsame Haushaltsführung. Es werden nur die Ausgaben getätigt, die unbedingt erforderlich sind, und es werden nur Maßnahmen durchgeführt, für die die Gelder auch vorhanden sind. Steuergelder sollen und dürfen nicht unkontrolliert verwendet werden. Hierauf legt die Gemeinde Moorrege besonderen Wert. Durch diese Haushaltsführung ist es uns gelungen, die Steuern konstant zu halten und damit eine unnütze Belastung der Bürger zu vermeiden.

Was sind Ihre Zukunftsprojekte?
Noch in diesem Jahr wird mit dem Bau eines Ärztehauses begonnen. Die entsprechenden Beschlüsse wurden gefasst. Einer Durchführung der Baumaßnahme steht somit nichts mehr im Wege. Es wird auf der Schafweide eine Hausarzt- und eine Zahnarztpraxis entstehen. Zusätzlich werden dort elf Wohnungen entstehen, die barrierefrei sind, mit einem Fahrstuhl erreichbar und somit auch für ältere und behinderte Bürger geeignet sind. Es ist zudem immer noch unser vorrangiges Ziel für den Bau eines Betreuten Wohnens zu sorgen, da Nachfrage und Bedarf sehr groß sind.

Es wird ein weiteres überschaubares  Bauprojekt mit 45 Wohneinheiten geben, mit dem noch in diesem Jahr begonnen wird. Wichtig ist, dass die Bürgerstruktur von Jung und Alt erhalten bleibt. Dies ist auch für unsere Kindergärten und Schulen außerordentlich wichtig. Die Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg soll noch in diesem Jahr eine offene Ganztagsschule werden. Hierfür sind umfassende An- und Umbauten erforderlich.

Wo soll Moorrege als nächstes wachsen?
Die Gemeinde wächst überschaubar, aber kontinuierlich. Für Bebauung gibt es noch genügend Möglichkeiten, der dörfliche Charakter soll jedoch erhalten bleiben. Derzeit halten wir noch Ausschau nach einem geeigneten Gewerbegebiet, da auch hier  Bedarf besteht.

Im Amt Moorrege gibt es bald einen Amtsdirektor. Welche Vorteile hat Moorrege davon?
Auf die kommunale Selbstverwaltung hat das keinen Einfluss.

Was versprechen Sie sich von der Mitgliedschaft in der Aktivregion?
 Sicher verspricht man sich von der Mitgliedschaft  finanzielle Zuschüsse für Bauvorhaben. Leider hat jedoch meine Erfahrung gezeigt, dass durch die übermäßige Bürokratie in der Aktivregion erhebliche Hemmnisse bei Planung und Durchführung der Bauvorhaben entstehen.

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