Kampf gegen Hundekot

Bürgermeister Uwe Schölermann (links, CDU) wurde von seinem Vize Boris Steuer (SPD) geehrt.
1 von 2
Bürgermeister Uwe Schölermann (links, CDU) wurde von seinem Vize Boris Steuer (SPD) geehrt.

Spielplatz in Haseldorf wird für 10 000 Euro eingezäunt / Massive Kritik am Kreis wegen Brücke Grüner Damm

shz.de von
17. April 2018, 16:00 Uhr

Die vorletzte Sitzung des Haseldorfer Gemeinderats vor der Kommunalwahl am 6. Mai war von ungewohnter Harmonie geprägt. Nicht einmal die Einwohnerfragestunde wurde von kommunalpolitisch interessierten Bürger, deren Zahl im Vergleich zu vorangegangenen Sitzungen im einstelligen Bereich überschaubar war, genutzt.

Einstimmig beschlossen wurde die Einzäunung des Spielplatzes Opn Kamp. Der Rat hofft durch diese Maßnahme für mehr Hygiene zu sorgen, denn Hundekot ist dort nicht selten zu finden. Dort spielten viele Babys, die oftmals Hundekot an Händen und Füßen hätten, sagte Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU). Die Gemeinde habe zwar Mülleimer und Ständer mit Kottüten aufgestellt, genützt habe das allerdings nichts. „Einige wenige Hundebesitzer lassen dort ihre Tiere laufen“, beklagte Schölermann. Für dieses Verhalten habe er kein Verständnis. „Es ist schade um das Geld, aber ich weiß mir keinen anderen Rat mehr“, warb der Bürgermeister für Zustimmung. Die Maßnahme wird etwa 10 000 Euro Steuergeld verschlingen.

Auch für das Dauerthema Sperrung der Brücke Grüner Damm ist noch keine Lösung in Sicht. Es habe eine Begehung mit Vertretern des Kreises gegeben, die allerdings nicht zum bürgerfreundlichen Erfolg geführt habe. Schölermann hat nun eine Zusage, dass ein Kreisvertreter in die Ratssitzung kommen wird. Allerdings müssten die dort zu stellenden Fragen vorab eingereicht werden. „Es ist für mich völlig unverständlich, wie der Kreis agiert“, schimpfte Schölermann.

Auf der Tagesordnung stand auch eine Ehrung. Bürgermeister Schölermann wurde von seinem Stellvertreter Boris Steuer (SPD) für 20-jährige Zugehörigkeit zum Rat ausgezeichnet: „Vielen Dank für das Engagement, das ist sehr hoch gewesen.“ Schölermann habe seine Dinge immer klar benannt. Auch das Ende des Amts Haseldorf, das von vielen auch heute noch heftig kritisiert wird, habe er erleben müssen beziehungsweise dürfen. Schölermann bedankte sich für die netten Worte. Und er kündigte an, dass es auch in Zukunft Veränderungen geben werde. „In Summe haben wir Haseldorf vorangebracht“, sagte der Christdemokrat selbstbewusst.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen