Konzert in der Immanuelkirche : Just for fun: Jazz an der Orgel in Wedel

Kirchenmusiker Dietrich Wimmer spielt morgen an der Schuke-Orgel Jazz-Improvisationen.
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Kirchenmusiker Dietrich Wimmer spielt morgen an der Schuke-Orgel Jazz-Improvisationen.

Dietrich Wimmer spielt im Zuge der „19x31“-Konzertreihe.

shz.de von
30. Juli 2015, 17:00 Uhr

Wedel | Jazz und Orgel: Passt das zusammen? Für Kirchenmusiker Dietrich Wimmer ausgezeichnet. Der Orgel-Virtuose hat sich dem Groove und der besonderen Rhythmik dieser Musikrichtung vollkommen verschrieben. Damit er auch andere von seiner Passion überzeugen kann, gibt Wimmer morgen im Zuge der „19x31“-Konzertreihe in der Immanuelkirche, Küsterstraße, „ein etwas anderes Orgelkonzert“, wie Kantorin Susanne Krau das spannende Stil-Instrumenten-Experiment beschreibt.

„Jazz for Fun“ hat der Kirchenmusiker aus Bruchhausen-Vilsen seine „Session“ betitelt. Und will damit ganz bewusst phonetisch an „just for fun“ erinnern, wie er bekennt. Denn das Konzert solle in erster Linie Spaß machen. Beiden Beteiligten: den Zuhörern und dem Organisten selbst.

Einfach drauf los und „mal schauen, was draus wird“, ist Wimmers Spiel-Devise. Dieses Konzert werde ausschließlich aus Improvisationen bestehen, kündigt er an, aus spontanen Einfällen aus dem Stegreif auf Choräle aus dem Kirchengesangbuch, auf Jazz-Standards sowie auf freie Melodien und flüchtig notierte Motive. Aus „Lobe den Herren, o meine Seele“ werde beispielsweise ein pfiffiger „Jazz-Waltz“ erläutert Kantorin Krau, aus „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ sogar eine „völlig ausgeflippte Nummer“.

„What a wonderful world“ im Bigband-Sound

Wimmers Arrangement vom Klassiker „What a wonderful world“ mit klanglichen Abstufungen von zarten Flöten bis hin zu scharfem Blech habe Bigband-Sound. Bei „Come Sunday“ packe der Organist mit dem „Vocal-Horn“ sogar noch eine ganz eigene Klangkreation drauf – nicht ohne Augenzwinkern, so Krau.

Aber auch Stücke mit klassischer Ordnung hat Wimmer im Gepäck. Seine „Jazz-Sonate“ kommt zwar im vorgeplanten Konstrukt daher, erlaubt dann aber in den einzelnen Teilen Spontanität.

Wimmer komme in seinem ersten reinen Jazzprogramm übrigens ganz ohne gedruckte Noten aus, verrät die Kantorin. Lediglich eine lose Zettelsammlung mit wenigen hingekritzelten Noten diene ihm als Gedächtnisstütze. Wie alle „19x31“-Konzerte beginnt „Jazz for fun“ genau um 19.31 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

„19x31“ hat Susanne Krau, Kantorin der Kirchengemeinde Wedel, eine außergewöhnliche Konzert-Reihe in der Immanuelkirche, Küsterstraße, benannt, die sich über zweieinhalb Jahre erstreckt. Der Titel drückt aus, dass zwischen Mitte 2013 und Ende 2015  insgesamt 19 unterschiedliche Musikveranstaltungen stattfinden, die in loser Folge, aber immer am 31. eines Monats zur Aufführung kommen. Beginn ist  jeweils genau um 19.31 Uhr. Programmatisch dreht sich in den Konzerten viel um die beiden Kirchenorgeln. Aber auch andere Instrumente und Gesang kommen zum Einsatz.
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