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Personalnöte in Wedel : Jungretter werben um Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Jugendfeuerwehr leidet unter einem Mitgliederschwund von 20 Prozent, dennoch sieht Wehrführer Michael Rein noch keinen Grund zur Besorgnis.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 12:00 Uhr

25 Mitglieder waren es vor einem Jahr, jetzt sind es fünf weniger – ein Rückgang um 20 Prozent. Ist die Jugendfeuerwehr Wedel in Personalnöten? „Wir haben noch keinen Grund zur Besorgnis“, sagt Wehrführer Michael Rein.

Thema Feuerwehr näherbringen

In den nächsten Monaten werde die Wehr aber verstärkt an die Schulen herantreten und Projektarbeit anbieten, um das Thema Feuerwehr den Kindern und Jugendlichen näherzubringen. Erste Kontakte etwa zur Ernst-Barlach-Schule und zum Johann-Rist-Gymnasium seien bereits geknüpft. Zudem habe die Wedeler Feuerwehr bereits ein so genanntes Schnupperjahr eingeführt, in dem künftige Aktive, die noch nicht 18 Jahre alt sind, an den Dienstabenden teilnehmen können.

Mehr werben für die Jungretter will auch Laura Essig. Die 15-Jährige, die am Wochenende während der Jahreshauptversammlung der Nachwuchs-Truppe in der Feuerwache zur neuen Jugendgruppenleiterin gewählt wurde, plant, die Öffentlichkeitsarbeit der Jugendfeuerwehr zu intensivieren. Fortsetzen will die Gymnasiastin, die die neunte Klasse der Sophie-Barat-Schule in Hamburg-Rotherbaum besucht, zudem den 24-Stunden-Dienst der Jungretter – eine Veranstaltung mit Übungen, zu der auch Zuschauer kommen dürfen.

Die Vielfalt der kurzweiligen Veranstaltungen der Truppe belegte der scheidende Jugendgruppenleiter Damian Quast in seinem Bericht über die Aktivitäten im vorigen Jahr: Organisation des Stockbrotbackens beim Osterfeuer, Teilnahme an der Mettwurst-Aktion des Landesfeuerwehrverbands mit Präsentation des neuen Tanklöschfahrzeugs, Schwimmtraining in der Badebucht, Wettkämpfe beim Jugendzeltlager in Klein Nordende und vieles mehr. Auch 2014 hat die Jugendfeuerwehr viel vor. Unter anderem fährt sie zum Kreisjugendfeuerwehrtag nach Helgoland und zum Pfingstzeltlager nach Pinneberg, absolviert eine Katastrophenschutzübung mit den Gruppen aus der Haseldorfer und der Seestermüher Marsch und begleitet den traditionellen Laternenumzug im November. Jeden zweiten Mittwoch im Monat treffen sich die Jungretter zur feuerwehrtechnischen Ausbildung in der Wache an der Schulauer Straße.

Kreisjugendfeuerwehrwart Ernst-Niko Koberg und Kreisjugendgruppenleiterin Jessica Birke hatten zur Versammlung eine besondere Urkunde mitgebracht, in der die Jugendwehr von der Deutschen Nationalstiftung für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement geehrt wird. Unterzeichnet haben das Dokument Altbundeskanzler und Ehrenvorsitzender der Stiftung Helmut Schmidt sowie der frühere CDU-Politiker Kurt Biedenkopf. Der Preis ist an alle Jugendfeuerwehren in Deutschland vergeben worden.

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