Jungretter 24 Stunden im Dienst

Vor der Heinrich-Eschenburg-Schule war in dem Übungsszenario die Krankenstation für gerettete Kinder.  Fotos: Kirsten Heer
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Vor der Heinrich-Eschenburg-Schule war in dem Übungsszenario die Krankenstation für gerettete Kinder. Fotos: Kirsten Heer

Jugendfeuerwehren „Elbpirates“ Wedel und „Fire Eagles“ Holm / Hetlingen absolvieren ein anspruchsvolles Programm

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29. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Einmal im Jahr steht für die Jugendfeuerwehren Wedel – die „Elbpirates“ – und Holm- Hetlingen – „Fire Eagles“ – ein intensiver Ausbildungsdienst auf ihrem Plan. 24 Stunden dauert der von den Jugendwarten der Freiwilligen Feuerwehren straff durchorganisierte Ablauf eines anspruchsvollen Programms. Alle zwei Jahre wechseln sich die Wehren mit der Veranstaltung ab. In diesem Jahr wurde das Lager am Wochenende für die insgesamt 38 angehenden Feuerwehrleute in der Mehrzweckhalle in Hetlingen aufgeschlagen, ausgerichtet von der Jugendwartin der beiden Jugendwehren Hetlingen und Holm, Anna Heidorn, und ihrem Stellvertreter Tim Oliver Haack. Hier übernachteten die Jugendlichen auf Feldbetten, wurden nebenan in der Wache von der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hetlingen mit leckerem Essen wie Gegrilltem und Erbsensuppe verköstigt und starteten von hier aus ihre zahlreichen Einsätze rund um Hetlingen und Holm. Unterstützt wurden sie dabei von Heidorn und Haack so wie elf Ausbildern der „Fire Eagles“ und der „Elbpirates“.

Die Jugendgruppenleiter, die auch als Zugführer agierten, waren Finn Virchow und Marvin Paulsen. Die Gruppenführung beim 24-Stunden-Ausbildungsdienst übernahmen Matthias Zemke und Elias Ahlemann von der Holm-Hetlinger Wehr sowie Paul Nütz und Vincent Schütte aus Wedel. Gleich nach dem Einchecken am Freitagnachmittag wurden die Jugendlichen in verschiedene Gruppen aufgeteilt und fuhren mit den Löschfahrzeugen LF 8 / 6, dem HLF 20 und LF 16 der Wedeler Wehr so wie den beiden LF 8 aus Hetlingen und Holm ihre ersten Einsätze. Besonders spannend war der Dienst in diesem Jahr durch die neueste Technik in Sachen Funkverkehr. Die Firma Eurocommand GmbH aus Halstenbek stellte das AAO-Monitor-System (Alarm-und Ausrückordnung) zur Verfügung und die C.D. Büttner Sicherheitstechnik Drucker sowie modernste Hard- und Software zur Alarmierungstechnik. Mit einem digitalen Alarmgeber, dem DAG, waren die Organisatoren in der Lage, die Einsätze realistisch über digitale Meldeempfänger zu alarmieren. Bei so einer faszinierenden Technik wurden die Einsätze der Jugendlichen fast zum Vergnügen. Es gab technische Hilfe, wie entlaufende Schafe an der Schanze einzufangen, Erste Hilfe bei der Bergung verletzter Personen, und es galt, verschiedene Feuer zu löschen. Der Höhepunkt war am Sonnabend die Übung mit Sirenenalarm an der Heinrich-Eschenburg-Schule in Holm. Starke Rauchentwicklung war gemeldet worden. Mit Bravour, viel Sachverstand und in Top-Zusammenarbeit bewiesen die „Fire Eagles“ und „Elbpirates“, dass sie fast schon wie die Aktiven ruhig und besonnen Menschen retten und eine gefahrvolle, brenzlige Lage unter ihre Kontrolle bringen können. Die Ausbilder waren ausgesprochen zufrieden und stolz auf sie.


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