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Der Nachwuchs übt den Schulterschluss : Jungpolitiker setzten sich für Nachtbusse ein

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Erstmalig haben sich Vertreter von Junge Union, Jungsozialisten sowie Kinder- und Jugendräten über Gemeindegrenzen zusammengetan.

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2015 | 14:00 Uhr

Hetlingen | Das hat es bisher noch nicht gegeben: Ein Schulterschluss zwischen Junge Union (JU), Jungsozialisten (Jusos) sowie Kinder- und Jugendräten der Städte Wedel, Uetersen und Hetlingen. Der Grund: Der Nachwuchs fordert die Einführung von Nachtbussen, am Wochenende auf der Linie 589, von Wedel durch die Dörfer bis nach Uetersen. Das Treffen hat am Dienstagnachmittag im „Hetlinger Treff“ stattgefunden. Mit dabei waren Schülerinnen der Wedeler Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS), die sich im Rahmen eines Projekts zum Thema Standortverbesserung mit dem Thema befasst hatten.

Die GHS-Projektgruppe um die 17-jährige Schülerin Melanie Peters aus Haseldorf war bereits jetzt schon erfolgreich. „Wir haben dafür eine Eins bekommen“, freute sie sich. Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) zeigte sich vom Engagement sichtlich begeistert: „Das ist eine Super-Initiative, ich unterstütze das total.“ Allerdings wäre es gut, greifbare Zahlen zu haben. „Wir müssen wissen, welche Kosten auf uns zukommen, sonst wird es schwer, die Fraktionen zu überzeugen“, sagte sie.

Sollten je drei Busse pro Nacht am Wochenende fahren, würde das 37.000 Euro kosten. Während aus dem Uetersener Rathaus das Signal Ablehnung gekommen ist, will die Junge Union Uetersen-Tornesch mitkämpfen. „Wir finden die Initiative toll, halten den Busverkehr gerade für junge Leute für wichtig“, betonte JU-Chef Daniel Kölbl (21) aus Tornesch. Aber eine genaue Bedarfs- und Kostenanalyse sei Voraussetzung. Max Krause, Chef der Jusos Holm-Wedel, betonte: „Wir sind klar dafür!“ Er setzt, wie auch die GHS-Schüler, auf Sponsoren, damit die Gemeinden nicht zu sehr belastet werden.

Die Wedeler Ratsfraktionen werden sich auch mit dem Plan befassen müssen. Jeremias Gropp (17) vom Jugendbeirat Wedel kündigte an: „Wir gehen die politischen Weg in Wedel.“ Julius Körner, Vorsitzender des Hetlinger Kinder- und Jugendbeirats, rechnet sich gute Chancen einer Realisierung aus: „Die Nachfrage ist deutlich da.“ Wichtig sei, auch eine Bus-Tour vor Mitternacht ab Wedel zu starten, damit Teenager gemäß dem Jugendschutzgesetz nach Hause kämen. Dieses Angebot wäre zudem auch für ältere Konzert- und Theaterbesucher ideal.

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