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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 13:28 Uhr

Junge Holmer wollen mitmischen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jugendbeirat für die Gemeinde gefordert: Jusos machen sich für eine Interessenvertretung stark / Versuch ist schon zweimal gescheitert

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Ein Jugendbeirat für die Geest-Gemeinde: Die Holmer Jusos wollen nicht nur zuhören, sie wollen mitmischen. Sie wollen nicht nur begleiten, sie wollen gestalten. Sie wollen nicht nur mitdenken, sie wollen partizipieren. „Es würde sicher nicht die vollkommene Politisierung der Holmer Jugend stattfinden, aber ein Jugendbeirat kann mit seiner Arbeit sicher ein gewisses politisches Bewusstsein entwickeln“: Juso-Chef Maximilian Krause bleibt Realist und glaubt trotzdem an ein politisches Interesse seiner Altersgenossen.

Die wiederbelebte Jugendorganisation der SPD traf sich in Holm zu ihrer ersten Mitgliederversammlung. Bei Minipizza und in lockerer Atmosphäre wurde sich ausgetauscht, leidenschaftlich diskutiert und mögliche Ziele abgesteckt. Andere Kommunen wie Wedel oder jetzt aktuell das „kleinere Hetlingen“ seien deutlich weiter, stellten die Jusos fest. Wedels Jugendbeirat engagiert sich seit drei Jahren in der Kommunalpolitik. Und in der Nachbargemeinde Hetlingen ist die Gründung eines Kinder- und Jugendbeirats auf der jüngsten Sitzung der Gemeindeversammlung einstimmig beschlossen worden.


Vollversammlung: Gute Idee, aber nicht genug


Den Antrag hierfür hatte die dortige CDU-Fraktion eingebracht. An den Holmer Christdemokraten aber waren in der Vergangenheit zwei SPD-Anträge auf Einrichtung eines Jugendgremiums gescheitert, erinnerten sich die Diskutierenden. Stattdessen gibt es seit 2012 Jugendvollversammlungen, die mehrere Male im Jahr einberufen werden und laut öffentlichen Protokollen bis zu 20 Kinder und Jugendliche aktivieren.

Sehr positiv, bewerten die Holmer Jusos diesen Dialog der Jugend mit der Politik. Doch eine generationenspezifische Vollversammlung ist ihnen nicht genug. Sie möchten eine ständige Interessenvertretung der Jugend. Als ineffektiv habe die Holmer CDU Beiräte in ihrem Wahlprogramm 2013 bezeichnet. „Doch woher will man das wissen, wenn man null Erfahrung mit Beiräten hat“, kritisieren sie. Schatzmeisterin Michelle Jenßen ist sich sicher, dass sich genug Jugendliche für die Arbeit finden ließen. Jetzt planen die jungen Holmer erstmal, sich in Gesprächen und durch eine Umfrage ein besseres Bild zu machen. Doch sie sind sicher: Holm kann mit einem Beirat nur gewinnen.

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