Jugendtarif: Hilfe aus der Politik

Barbara Ostmeier vermittelte ein Gespräch mit NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers.
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Barbara Ostmeier vermittelte ein Gespräch mit NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers.

Abgeordnete Barbara Ostmeier (CDU) und Christopher Vogt (FDP) unterstützen Schüler beim Kampf für günstigere HVV-Tickets

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07. Juli 2015, 16:00 Uhr

Der Kampf von Julian Fresch und Marieke Leidner für ein günstigeren Jugendtarif für Bus und Bahn geht weiter. Beim HVV holten sich die beiden 18-Jährigen eine Abfuhr – jetzt schalten sich die Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier (CDU) und Christopher Vogt (FDP) in die Debatte ein. Sie wollen Fresch und Leidner den Weg zu einem Gespräch mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) ebnen.

Die Forderung der beiden Abiturienten: Ein günstiger Jugendtarif für Einzel- und Tageskarten im HVV-Bereich. Im gesamten Einzugsbereich des Verkehrsverbunds hatten sie Unterschriften gesammelt – 8597 an der Zahl (diese Zeitung berichtete). Die Unterschriftenliste übergaben Fresch und Leidner dann Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) und später dem HVV.

„Es war ein interessantes Gespräch“, kommentiert Fresch das Treffen mit Vertretern des Verkehrsverbunds. „Der HVV hat uns aber auch deutlich zu verstehen gegeben, dass er unsere Initiative für überflüssig hält.“ Ermäßigte Monatskarten hat der HVV im Angebot. Fresch und Leidner hatten allerdings argumentiert, dass sich eine solche Karte für Schüler aus Wedel und Umgebung nicht rechne, da viele Jugendliche vor allem das Fahrrad nutzen würden.

Ostmeier meint: „Wir sollten jungen Menschen den Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr erleichtern.“ In Absprache mit Vogt und dem parlamentarischen Geschäftsführer der Christdemokraten, Hans-Jörn Arp, habe man daher ein Gespräch mit NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers vereinbart. „Wir wollen gemeinsam klären, wie hoch die Kosten für ein Jugendticket wären“, so Ostmeier. Wewers hätte dann die Möglichkeit eine entsprechende Alternative im Aufsichtsrat des HVV einzubringen, wo der NAH.SH auch vertreten ist. „Wir hoffen, dass es ein Gespräch wird, das etwas mehr auf Augenhöhe ist“, sagt die CDU-Abgeordnete. Möglicherweise fände man einen Weg, bereits vorhandene Tickets in ihrer Preisstruktur zu modifizieren. Eventuell soll im Anschluss noch einmal der Kontakt zum Wirtschafsministerium gesucht werden.

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