Wedel : Jugendsparte des Segel-Vereins Wedel-Schulau weiter auf Erfolgskurs

„Das Selbstständige – allein mit dem Boot auf’s Wasser zu dürfen – gefällt vielen sehr gut“, so Pahnke.
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„Das Selbstständige – allein mit dem Boot auf’s Wasser zu dürfen – gefällt vielen sehr gut“, so Pahnke.

Am 23. August können Interessierte an einem Schnuppersegeln teilnehmen.

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18. Juli 2014, 10:00 Uhr

Wedel | Eine leichte Brise weht am Strand, Kinder bauen Sandburgen, es wird gepicknickt. In der Badebucht beim Strandbaddamm wird der Sommer in vollen Zügen genossen. Auch auf dem Wasser: Auf der Elbe schippern kleine Segelboote, sogenannte Optimisten. Einige der Nachwuchsskipper haben ihre „Optis“ bereits gut unter Kontrolle. Bei manchen hapert’s noch: an der Steuerung. Aber das ist nicht schlimm. Denn es sind die ersten Segelversuche von Mädchen und Jungen, die draußen auf der Elbe zum ersten Mal auf sich allein gestellt sind. Fast: Zwei Trainer des Segel-Vereins Wedel-Schulau (SVWS) begleiten die sieben- bis 13- Jährigen mit dem Motorboot. „Alle Trainer und Betreuer arbeiten ehrenamtlich, was uns natürlich hilft, die Kosten im Rahmen zu halten“, sagt Jugendobmann Sven Pahnke. „Jugendarbeit wird im Verein groß geschrieben“, betont er.

Die Jugendsparte des SVWS zählt zirka 130 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von sieben bis 30 Jahren. Rund 40 Jollen stehen ihnen zur Verfügung. Zehn davon sind Piraten – kleine Zweimannjollen – mit denen auch Regatten gesegelt werden. „Damit haben wir als Segel-Verein die größte Piraten-Flotte für Jugendliche“, erklärt Pahnke.

Bald kommen acht Optis hinzu. Sie werden von der Stadt bezuschusst, restliche Gelder kommen von Sponsoren und vom Verein selbst. Aktuell hat der Verein 18 Optimisten. „Ein paar davon sind mehr als 20 Jahre alt und gut benutzt“, so Pahnke. Aufgrund der großen Nachfrage mussten also Neue her. „Mit den neuen Optis sind wir dann erstmal gut ausgestattet.“ Die kleinen, leichten Jollen sind perfekt für den ersten selbstständigen Törn. Mädchen und Jungen ab sieben dürfen damit die Elbe entern. „Selbstständig und allein auf’s Wasser, ich glaube das gefällt vielen sehr gut“, sagt Pahnke.

Der 49-Jährige hat die Sparte vor zwei Jahren übernommen und die Idee für das Schnuppersegelen entwickelt. Das findet in diesem Jahr am Sonnabend, 23. August, statt. Bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr war die Nachfrage groß. „Viele Teilnehmer haben sich danach für den Einsteigerkurs im November angemeldet“, sagt Pahnke. An Land werden über den Winter die Grundlagen gelernt, Trockenübungen gemacht. Im Frühjahr geht es dann rauf auf’s Wasser. Allein.

Auch Pahnkes Sohn Ole (17) hat die Segel-Leidenschaft mittlerweile für sich entdeckt. „Als Kind habe ich mich noch dagegen gewehrt“, sagt er. Doch vor zwei Jahren hat ihn der Wassersport dann gepackt. Er fährt regelmäßig Törns. Und er arbeitet als Trainer für den Nachwuchs – ehrenamtlich versteht sich.

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