Jugendbeirat will flexibler werden

Die Mitglieder des dritten Wedeler Jugendbeirats  sind Lucas Harder (hinten, von links), Jeremias Gropp, Bryan Ransom-Lieber, Christian Koch, Tai Tran (vorn, von links), Marieke Leidner, Felicia Verter, Stacy Haase und Raphael Ahlemann. Nicht im Bild ist Finn Holm.
Die Mitglieder des dritten Wedeler Jugendbeirats sind Lucas Harder (hinten, von links), Jeremias Gropp, Bryan Ransom-Lieber, Christian Koch, Tai Tran (vorn, von links), Marieke Leidner, Felicia Verter, Stacy Haase und Raphael Ahlemann. Nicht im Bild ist Finn Holm.

Neue Satzung Verkleinern und vereinfachen

shz.de von
03. November 2016, 16:00 Uhr

Seit 2012 engagiert sich Marieke Leidner (Foto) im Jugendbeirat der Stadt Wedel, seit 2015 ist sie Vorsitzende des Gremiums. Die 18-Jährige hat also jede Menge Erfahrung in politischer Arbeit – und auch mit Wahlen. Während der letzten beiden Abstimmungen zum Jugendbeirat hätten sie und ihre Mitstreiter sich überhaupt nicht wohl gefühlt, berichtete Leidner im Ausschuss für Jugend und Soziales. „Es ging nur um Bestätigung, eine echte Wahlmöglichkeit gab es nicht“, erklärte sie. Das wollten die Jugendlichen ändern und haben sich deswegen Gedanken über eine neue Fassung ihrer Satzung gemacht.

Die Änderungsvorschläge kamen bei den Ausschussmitgliedern an. Vorsitzender Lutz Degener (CDU) betonte deren realpolitischen Ansatz: „Das sind Wünsche, die sich aus der Realität ergeben“, kommentierte er. In der Hauptsache sind es drei Punkte, die die Jugendlichen verändern wollen. Zum einen soll die Mitgliederzahl des Beirats abgesenkt werden. Bisher durften es bis zu 13 und mussten es mindestens sieben Vertreter sein. Jetzt soll mit maximal elf und mindestens fünf gearbeitet werden.

Die zweite Änderung betrifft die Zusammensetzung des Vorstands. Der soll weiterhin mit vier Jugendlichen besetzt sein. Die bisher angestrebte paritätische Zusammensetzung der Geschlechter aber möchten die Jugendlichen aufheben und in „jedes Geschlecht sollte im Vorstand vertreten sein“ verändern. In der Geschlechterfrage sahen die Kommunalpolitiker den größten Diskussionsbedarf. SPD- und CDU–Fraktion wünschten sich, dass der Proporz beibehalten bliebe. „Wir sind kein großer Konzern, bei uns ist das anders“, entgegnete Leidner. „Bei uns geht es um die Kompetenzen.“

Mehr Flexibilität soll auch die dritte Änderung schaffen: Für Beschlüsse des Gremiums wird nicht mehr eine zweidrittel, sondern zukünftig nur noch eine einfache Mehrheit benötigt. Einvernehmlich wurde die neue Satzung im Ausschuss verabschiedet. Für den nächsten Jugendbeirat, der Ende 2017 gewählt wird, steht Leidner nicht mehr zur Verfügung, sie geht ins Ausland. Dennoch will sie bis dahin noch ordentlich die Werbetrommel rühren.  

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