Wedel : Jugendbeirat nimmt Arbeit auf

Die Mitglieder des dritten Wedeler Jugendbeirats  sind Lucas Harder (hinten, von links), Jeremias Gropp, Bryan Ransom-Lieber, Christian Koch, Tai Tran (vorn, von links), Marieke Leidner, Felicia Verter, Stacy Haase und Raphael Ahlemann. Nicht im Bild ist Finn Holm.
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Die Mitglieder des dritten Wedeler Jugendbeirats sind Lucas Harder (hinten, von links), Jeremias Gropp, Bryan Ransom-Lieber, Christian Koch, Tai Tran (vorn, von links), Marieke Leidner, Felicia Verter, Stacy Haase und Raphael Ahlemann. Nicht im Bild ist Finn Holm.

Nach der ersten Sitzung: Verständnis für Flüchtlinge soll gefördert werden. Verbesserungen im Bus-Takt werden angestrebt.

shz.de von
22. Mai 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Einfluss nehmen auf das Leben in der Rolandstadt, die Perspektive junger Menschen einbringen, das sind die grundsätzlichen Ansprüche der zehn Mitglieder des dritten Wedeler Jugendbeirats. Nach der ersten Sitzung sind die Ziele jetzt bereits konkreter geworden. Busfahrpläne, ein sauberes Wedel und das friedliche Zusammenleben mit Flüchtlingen stehen auf der Agenda.

„Wir wollen gemeinsam herausfinden, wo in Wedel noch öffentliche Mülleimer gebraucht werden“, beschreibt Mitglied Marieke Leidner das Anliegen des Gremiums.

Ebenfalls ein Thema sind die Busfahrzeiten. Schließlich vertritt der Jugendbeirat ausdrücklich auch Jugendliche aus den umliegenen Dörfern, die in Wedel zur Schule gehen. Das Problem: „Der Takt ist nicht an die Schulzeiten angepasst“,so Leidner. Schüler der Gebrüder-Humboldt-Schule und der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule würden ihren oft knapp verpassen und müssten dann längere Zeit warten. Leidner: „Wir wollen die Verkehrsbetriebe ansprechen und uns an die Verwaltung wenden.“

Die Flüchtlinge, die in Wedel Zuflucht oder eine neue Heimat suchen, beschäftigen auch viele Schüler. Neben dem Johann-Rist-Gymnasium befindet sich eine Unterkunft. „Manche Schüler wissen nicht was dahinter steckt. Manchmal fallen da auch blöde Kommentare über die Bewohner“, berichtet Leidner. Der Beirat möchte sich daher langfristig Strategien überlegen, um gegenseitiges Verständnis zu wecken. Mitglieder des Gremiums begleiteten zuletzt den Wedeler Flüchtlingsbetreuer Hüseyin Inak, als dieser Neuankömmlinge in der Rolandstadt abholte.

Der Wedeler Jugendbeirat war im Januar 2015 neu gewählt worden. Wahlberechtigt waren 2297 Jugendliche aus der Rolandstadt und den umliegenden „H-Dörfern“. Trotz einer erstmals eingeführten Möglichkeit zur Briefwahl, lag die Wahlbeteiligung nur bei 7,64 Prozent.

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