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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:05 Uhr

Theater Wedel : Jüdische Witze am laufenden Band

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Am 12. März will Seriendarsteller Michael Trischan den Wedelern einen ganzen Abend lang jüdische Witze erzählen. Sein Programm „Sex am Sabbat?“ läuft als Gastspiel im Theater.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Selbstironisch und spöttisch, voller Paradoxien und meist mit doppeltem Boden: Jüdische Witze sind weder Kalauer noch Zoten, sondern pointierte Kritik. Der Schauspieler Michael Trischan hat sich in der weiten Welt des jüdischen Witzes umgeschaut und gemeinsam mit seinem Sohn Attila Trischan und dem Musiker Johannes Dau zu dem Thema ein Bühnenprogramm zusammengestellt. Mit ihrem musikalisch-gewitzten Abend „Sex am Sabbat?“ treten die drei auf Einladung des Kulturforums am Sonntag, 12. März, im Theater Wedel, Rosengarten 9, auf. Beginn ist um 20 Uhr.

Moderne jüdische Witze von Ilan Weiss

„Sex am Sabbat?“ lautet auch der Titel einer Sammlung moderner jüdischer Witze von Ilan Weiss, aus deren Fundus sich das Trio bedient. Seine Witze versüßen nicht das Leben, sie beschreiben es: präzise und scharfsinnig in zwei, drei Sätzen, wie kein Roman es besser könnte, lautet die Kurzbeschreibung des Buches. Der Autor, in Israel geboren und aufgewachsen, mittlerweile als Versicherungsmakler in Berlin unterwegs, weiß selbst, dass jüdische Witze nicht die Welt verändern. Doch sie haben eine, wenn auch bescheidene Wirkung: „Das Lachen kann die Weinenden nicht umstimmen, jedoch ein paar Tränen wischen“, ist er sich sicher.

Neben den modernen jüdischen Witzen hat das Trio auch die Klassiker des Fachs im Programm. Vorgetragen werden die Witze von Vater Michael Trischan. Sohn Attila am Klavier und Kollege Dau an der Klarinette sorgen für den richtigen musikalischen Rahmen: Sie spielen Klezmer, die traditionelle Volksmusik der Juden.

Bekannt aus der Serie „In aller Freundschaft“

Trischan senior ist mittlerweile ein bekanntes TV-Gesicht. Fernsehzuschauern ist der Schauspieler nicht nur aus der MDR-Krankenhausreihe „In aller Freundschaft“ bekannt. Auch in anderen Serien, Mehrteilern und Fernsehspielen ist der gebürtige Hesse mit durchgehenden Rollen vertreten, wie in „Die Stadtindianer“, „Sprechstunde bei Dr. Frankenstein“, „Großstadtrevier“ und „Da kommt Kalle“.

Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger zog es Michael Trischan anschließend nach München und Stuttgart, um dort Schauspielerei zu studieren. Bevor das Fernsehen lockte, stand er auch auf den Theaterbühnen Deutschlands im Scheinwerferlicht. Seine Engagements führten ihn von Wiesbaden nach Gießen und von Frankfurt nach Celle.

Sohn Attila und Freund Dau haben beide die Musikrichtung eingeschlagen. Sie studieren zusammen an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, Trischan junior Klavier, Dau neben Klarinette auch Alt- und Baritonsaxophon.

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