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Schröder kann auch Rockmusik : Jubiläums-Konzert für Musikschulleiter in Wedel

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Michael Schröder feiert „Silberhochzeit“ in der JRG-Mensa. Dabei gab es einen Streifzug durch die Geschichte der Rock-Legenden.

Wedel | Eigentlich hat er sich vorwiegend dem Spiel mit der Akustikgitarre verschrieben. Mit „L’Art pour l’Art“, einem experimentellen Ensemble für zeitgenössische Musik, gibt er seit vielen Jahren Konzerte in der Region und anderswo. Doch Michael Schröder kann auch Rockmusik. Dies bewies der 62-Jährige am Wochenende in der Mensa des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG) in eindrucksvoller Manier.

Anlass für die Veranstaltung war ein Jubiläum: Seit 25 Jahren leitet Schröder die Musikschule Wedel. „Ich hatte eine Riesenlust, mal die alten Klamotten zu spielen und fand in einigen meiner Dozenten tolle Mitstreiter, die mich motivieren und mir neuen Schwung geben“, erklärte der studierte Musiker. Ein Titel für das Konzert war schnell gefunden: „Rockin’ Santa Claus: Silberhochzeit“ – passend zum Anlass und zur Vorweihnachtszeit. Und auch einen originellen Namen für die siebenköpfige Combo hatte Schröder parat: „Wir nennen uns heute ‚Las Fanta Santas‘“. Mit von der Partie waren außer dem Jubilar Martin Ulleweit (Gitarre), Sven Gätjens (Bass), Yonathan Ghebretensae (Keyboard), Olivier Stritt (Schlagzeug) sowie die Sängerinnen Irina Gasoian und Elin Bell. Die Truppe spielte zum ersten Mal in dieser Formation zusammen, drei Mal trafen sich die Profimusiker vorher zu Proben.

Knapp 100 Besucher, darunter zahlreiche junge Musikschüler mit ihren Eltern, waren in die JRG-Mensa gekommen. Zu Beginn des Konzerts stand Schröder allein auf der Bühne und intonierte mit verzerrten Gitarrenklängen die Volksweise „Kling Glöckchen, klingelingeling“ – angelehnt an das legendäre Solo von Jimi Hendrix, der beim Woodstock-Festival im Sommer 1969 auf seinem Instrument die amerikanische Nationalhymne verfremdete und damit Musikgeschichte schrieb. Nahtlos ging es gemeinsam mit „Las Fanta Santas“ über in „Smoke on the Water“, dem wohl populärsten Hit der 1970er-Jahre-Band Deep Purple. Anschließend brannte das Septett ein wahres Feuerwerk an Rock-Klassikern ab. Ob Stücke von den Beatles, den Rolling Stones, B. B. King, Bob Marley, Eric Clapton oder Santana – die Musiker zeigten sich außerordentlich spielfreudig und hatten sichtlich Spaß, einmal als Combo aufzutreten. Zwischendurch legte Schröder, der meist die Gesangsparts übernahm, seine Gitarre beiseite und demonstrierte mit Klanghölzern seine Qualitäten als „Taktgeber“.

Ein Höhepunkt war die Aufführung einer Eigenkomposition des Musikschulleiters, die Tango-Ballade „Ich will, dass die Nacht in Melancholie versinkt“, bei deren Titel sich Schröder eines Satze aus dem Film „Nachts im Museum“ bedient hat. „Ich habe früher selbst Tango getanzt“, sagte er.

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erstellt am 14.Dez.2015 | 10:22 Uhr

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